Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

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Moderator: Team CM-OT-Sons

Hat Obama den Friedensnobelpreis verdient?

Ja, auf jeden Fall!
1
2%
Man hätte länger abwarten sollen.
30
68%
Nein, keinesfalls!
9
20%
Weiß nicht.
4
9%
 
Abstimmungen insgesamt: 44
Raccoon
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Raccoon » Di 22. Dez 2009, 18:29

Mh. Wenn man deinen Beitrag am Thema orientiert sieht, worauf soll das rauslaufen?
Politisch sinnvoll hin oder her, dass der Krieg im Grunde sinnlos ist, dürfte jedem halbwegs Informierten klar sein. Wieso bekommt ein Mann, der aus welchen Gründen auch immer, einen sinnlosen Krieg fördert, dann den Friedensnobelpreis? Im Voraus? Obwohl zum Zeitpunkt der Preisverleihung nicht absehbar war, ob er sich für oder gegen den Einsatz einsetzt? *dämliche Wortwiederholungen - yey*
Ragnar
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Ragnar » Di 22. Dez 2009, 19:39

Raccoon hat geschrieben:Mh. Wenn man deinen Beitrag am Thema orientiert sieht, worauf soll das rauslaufen?
Politisch sinnvoll hin oder her, dass der Krieg im Grunde sinnlos ist, dürfte jedem halbwegs Informierten klar sein. Wieso bekommt ein Mann, der aus welchen Gründen auch immer, einen sinnlosen Krieg fördert, dann den Friedensnobelpreis? Im Voraus? Obwohl zum Zeitpunkt der Preisverleihung nicht absehbar war, ob er sich für oder gegen den Einsatz einsetzt? *dämliche Wortwiederholungen - yey*
1.) Auf eine typische No-Win-Situation läuft das alles hinaus, in der man sich die Frage stellen muss, das geringste Übel zu wählen. Wählt man einen Weg, in dem man versucht, ein Land einigermaßen einer gewissen Ordnung zuzuführen und es unter einer pro-westlichen Führung zu behalten (Karzai), was wiederum den Nachteil hat, dass man eigene Ressourcen und Menschenleben dafür opfert und noch dazu bei bestimmten Leuten, die ideologisch vorgefärbt der Ansicht sind, jedwede Art von Einsatz dieser Art sei falsch, schlecht angesehen wird. Noch dazu wird die Stimmung im eigenen Volk immer dunkler, je mehr Menschen in Afghanistan sterben. Das Ansehen in der Welt wird zwangsläufig jedes Jahr schlechter.

Oder aber wählt man den Weg, den Einsatz zu beenden und die Leute nach Hause zu schicken. Karzai wird keine 300 Tage in der Lage sein, seinen Status Quo zu halten. Und selbst wenn er das tut- er wird verärgert darüber sein, dass man ihm im Stich lässt. In diesem Szenario werden noch schlimmere Bürgerkriegszustände herrschen, als dies jetzt der Fall ist. Ein Machtgerangel ohne Gleichen beginnt.
Und der ISI wird nicht lange auf sich warten lassen, die Talibankämpfer tatkräftig zu unterstützen, ganz so wie es damals der Fall war. (Aktuell wirft der afghanische Geheimdienst dem ISI immer noch Unterstützung der Taliban vor). Die Wahrscheinlichkeit, dass die Taliban ein Regime installieren, ist relativ groß.

Und vor welcher Situation stehen wir dann? Nun, auf lange Sicht werden wir dann nicht umhinkommen, einen militärischen Konflikt führen zu müssen. Mit internationaler Beteiligung. Schauen wir uns den Iran an;- der Iran, eine schiitische Minderheit, hat durch den Sturz Saddam Husseins enorm an Macht gewonnen. Bei einem Großteil der irakischen Bevölkerung gilt Ahmadinedschad als der heimliche Präsident. Der Iran wird auf Dauer seinen Machtbereich dahin ausweiten. Und was passiert dann? 1998 kam es schon mal beinahe zu einem Krieg zwischen der paschtunischen Taliban und dem sunnitischen Iran. Zwischen beiden "Gruppen", um sie mal vereinfacht als solche zu bezeichnen, herrscht bitterlichste Feindschaft. Ein installiertes Talibanregime kann nicht einfach so zusehen, wie der Iran mehr und mehr an Einfluß in der Region gewinnt- sie müssen darauf reagieren, weil ansonsten die Drohkulisse viel zu einseitig würde. Der Iran wäre dann unter Umständen in der Lage, die Taliban wegzufegen. Das wiederum kann sich Pakistan nicht erlauben; ein mächtiger Iran wäre für die gesamte sunnitische islamische Welt eine Katastrophe.
Und das ist nur EIN Szenario von Hunderten, die allesamt so bedrohlich wie unkontrollierbar sind.

Der Krieg war falsch. Nicht weil Krieg generell "sinnlos" ist, (interessante Art des Nihilismus'), sondern weil man in ein Hornissennest gestochen hat. Der Präsident der Vereinigten Staaten befindet sich in einer No-Win-Situation. Überlässt er der Region völlig sich selbst, dann kann er sich auf den nächsten großen Kriegseinsatz vorbereiten, bei dem die Karten komplett neu gemischt werden- selbst das vergleichsweise harmlosere Szenario ist eine Steigerung im Vergleich zur jetzigen Situation um ein Vielfaches.
2.) Wahrscheinlich hat die deutlich wahrnehmbare Tonänderung die Jury bewogen, dies auszuführen- und wahrscheinlich die Freude, von dem Bush-Trauma der letzten Jahre erlöst zu sein. Die Linie, in Afghanistan zu bleiben, ist- aus den erwähnten Gründen- die bessere, kalkulierbarere und sicherere. Ich weiß nicht, ob Du Backgammon spielst- aber nehmen wir an, Du bist in einer Holdinggame-Situation mit drei Checkern im gegnerischen Homeboard, der Verdopplungswürfel liegt bei 4;- es ist dann eher besser dafür zu sorgen und alles daran zu setzen, den dritten Checker wenigstens ins eigene Homeboard zu spielen und so die Chance, mit 8 Punkten (also Gammon) zu verlieren, zu reduzieren. Wenn Du den Gegner nicht mehr blockst, und er nur noch auswürfelt, dann musst Du zusehen, dass Du in Dein Homeboard kommst. Von "Gewinnen" kann keine Rede mehr sein. Mit dem herausgespielten dritten Checker hast Du Schadensbegrenzung betrieben. Und genau darum geht es hier auch.

Bush hat jahrelang auf den Teppich gekotzt und Obama muss es wegwischen. Das hinterlässt Flecken. Und so ist es auch hier. Und vielleicht haben das die Juroren auch gesehen.
3.) Die Afghanistanpolitik hat er meines Wissens sofort nach Amtseintritt bekanntgegeben. Also war dies den Juroren sehr wohl bekannt.
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von NeroX » Mi 23. Dez 2009, 01:58

Würde ja jetzt gerne den Spruch "Nur weil er en Schwarzer ist !" benutzen, aber ich finde auch nicht, das er den Preis verdient hat.
Wisst ihr was ich eigentlich vermute..... warum jetzt der Hoffnungsschimmer Obama "langsam" macht mit seinen Plänen.
Da wirkt schlicht und einfach eine größere Macht auf ihn ein. Das soll jetzt nicht heißen das er manipuliert wird und in wahrheit nicht mehr entscheiden kann als ein Otto normalo, aber ich glaube das da die großen Unbekannten im Hintergrund, die die eben versuchen die Welt zu "beherrschen" oder zu "regieren" da dem Armen Obama viel Druck machen um ihre Pläne weiter zu führen.
Klingt ein wenig Übertrieben und paranoid, aber seit ich diesen Dokufilm gesehen habe (weiß leider nicht mehr wie der heißt) bin ich schon überzeugt das da die "Ilumitaties", oder wie man sie auch immer nennen will, versuchen die Welt zu kontrollieren.
Das glaube ich nicht weil das jetzt einfach im Film so dargestellt wurde, sondern weil alles ,was gesagt wurde, durch Beweiße, die man nicht zurechtlegen oder fälschen könnte, bewießen wurde. Zum erstem mal wurde mir unsere derzeitige Lage und unser "Nicht Wissen" so offen und Plausiebel dargestellt wie hir. ich habe den Film 2 mal gesehen und beim 2ten mal versucht alles zu hinterfragen und zu wiederlegen was gesagt wurde. Ich konnte es nicht, weil mir klar wurde, das alles, was man als normaler Mensch über die Regierungen und Staatshäuptern weiß, von denen selbst erzählt wurde. Woher wissen wir wie der Staat funktioniert ? Durchs Lernen in der Schule (die meisten sind ja staatlich und die privaten werden wohl auch nichts anderes lehren, was auch wieder beweißt das alles vom Staat aus gesteuert wird) Ich will damit nicht sagen, das es dan Wirklich so aussieht. ich wollte nur euch mal zum nachdenken anregen. Denkt darüber nach woher ihr euer wissen besitz, und vollzieht es bis zum Schluss nach. Ich kam immer wieder auf die Schule zurück, und so mit zum Staat. Selbst wenn ihr etwas mit eigenen Augen seht und es so lernt. kann dies nur die fasade sein. Und dieß zu erkennen ließ mich merken wie wenig wir eingenlich wirklich zu 100%iger gewissheit Wissen.
Und um nochmal zum eigentlich Thema zu kommen. Obama war nicht als präsident geplant. Man nahm ja am Anfang an das ers wohl nicht schaffen wird sonder Mc Pommes und er gehört wohl auch zu den "übermächtigen" oder er wurde zumindest gut von solchen gelenkt.
Wenn ich den namen der Doku wieder heerausfinde, kann ich an alle interessierte gerne alle infos + Name schicken.
Hoffe ihr habt das alles jetzt so verstanden wie ichs Meinte ^^.
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Kiwinator1101 » Mi 23. Dez 2009, 11:14

NeroX hat geschrieben:Klingt ein wenig Übertrieben und paranoid, aber seit ich diesen Dokufilm gesehen habe (weiß leider nicht mehr wie der heißt) bin ich schon überzeugt das da die "Ilumitaties", oder wie man sie auch immer nennen will, versuchen die Welt zu kontrollieren.
Tolle Doku. Klingt ein bisschen wie Galileo Mystery.
Platzhalter is' wieder da.
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von eXpLoSiVe » Mi 23. Dez 2009, 12:12

Du hast wahrscheinlich eine der vielen infokrieg.tv Dokus geguckt. klar gibt es in diesen Filme Beweise und alles denkbar mögliche, um zu zeigen, dass nur SIE Ahnung haben, aber trotzdem sollte man nicht allles glauben, was die sagen.

Ich persönliche suche bei fast allen Dokus/Filmen, die gesellschafts-, system- oder sonst was-kritisch sind, nach einem guten Mittelweg zwischen dem, was die Medien/ die Offiziellen sagen, und dem, was die "Verwöhrer" oder "Weltaufklärer" sagen.

Wenn du aber die infokrieg Dokus für 100% Wahr hällst, solltest du nicht alles glauben, was dir vorgesetzt wird - auch nicht von den offiziellen Medien...
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von NeroX » Mi 23. Dez 2009, 13:04

Natürlich galube ich nicht alles was da gesagt wird. Es gibt viele Stellen die gar nicht so nachvollziehbar sind. Aber um zu denken, das die doku völliger Schwachsinn ist, finde ich etwas plump. Man sollte nicht einfach denken, nur weil es extrem abwegig ist von unserem Denken, das es dan auch nie so sein kann. Den so oder so ähnlich wird es wohl sein. Ein sehr kleines Beispiel, als Beweiß das wir normalos nicht mal die hälfte von dem was alles passiert/passieren wird, ist doch 911. Da wurde seitens der Regierung eben extrem gepfuscht und jeder halbwegs inteligente hat kapiert, dass das nicht nur Osama % Co waren, sondern das wohl unterstütz wurden von der Regierung. Sonst wären genug Abfangjäger da gewesen um das alles zu verhindern. Und das dümmste von allem war ja, das die Twins überhaupt eigestürzt sind, und das noch wie bei einer kontrolierten Sprengung. Und dan ja noch das WTC 7, das noch nicht einmal von Trümmerteilen richtig getroffen wurde. Einfach perfect in sich zusammen gefallen. Keiner kann mir hir sagen, dass das so war, wie es in dem öffentlichen Bericht zu lesen war.
Und das beweißt wiederum das vieles geschieht/geschehen wird was wir nicht Wissen dürfen/können.
Und dan hasse ich solche Glugscheißer, die dan so tun als wüssten sie Alles über alles und jeden.
Denjenigen wünsche ich, das sie es noch früh genug checken.
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von eXpLoSiVe » Mi 23. Dez 2009, 13:28

Ich sage nicht, dass alles Blödsinn ist, was die in diesen Dokus sagen, aber man sollte es trotzdem nicht ohne Nachzudenken glauben.

Klar 9/11 war so 'ne komische Sache und Bush war auch etwas "kriegsgeil", aber letztendlich muss jeder für sich entscheiden, was er glaubt und was nicht. Ich z.b. zweifel auch an der Echtheit der 9/11 Anschläge (Es wurden demletzt die Black Box Einträge öffentlich gemacht - dabei kam herraus, dass die Tür des Cockpits von einem der Flüge nicht mal geöffnet wurde, während des Fluges..) aber ich glaube nicht, dass die Illuminaten hinter alle dem stecken. Es gibt zwar diese Elite, aber die ist nicht Mitglied eines Geheimbundes sondern einfach nur reich und hat genug Macht, alles durchzusetzen.

Aber bevor wir hier in der Diskussion auf der Stelle treten bitte wieder back to topic;)
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Ragnar » Mi 23. Dez 2009, 15:23

NeroX hat geschrieben: Da wirkt schlicht und einfach eine größere Macht auf ihn ein. Das soll jetzt nicht heißen das er manipuliert wird und in wahrheit nicht mehr entscheiden kann als ein Otto normalo, aber ich glaube das da die großen Unbekannten im Hintergrund, die die eben versuchen die Welt zu "beherrschen" oder zu "regieren" da dem Armen Obama viel Druck machen um ihre Pläne weiter zu führen.
Klingt ein wenig Übertrieben und paranoid, aber seit ich diesen Dokufilm gesehen habe (weiß leider nicht mehr wie der heißt) bin ich schon überzeugt das da die "Ilumitaties", oder wie man sie auch immer nennen will, versuchen die Welt zu kontrollieren. .
Derlei Opium fürs Volk ist schon seit Jahrtausenden ein beliebtes Mittel, um von offensichtlicheren und realistischeren Hintergründen abzulenken. Und das ist, im Falle Bushs und auch bis zu einem gewissen Maße im Falle Obamas, das Interesse verschiedener finanzstarker Lobbyisten, die natürlich als "Berater" fungieren und die Staatsleute dazu bringen, in ihrem Interesse zu handeln. Die Regierung eines Landes hat immer ganz viele unterschiedliche Facetten und man kommt irgendwann nicht umhin, sich die Frage zu stellen, wer denn finanziell am meisten Möglichkeiten hat, den Staat zu unterstützen und wen man dann am besten auch mal diverse "Wünsche" erfüllt. In gewisser Weise sind da die Zusammenhänge komplexer; vor 100 Jahren hat es genügt, als Berater den Monarchen eines Landes ordentlich aufzuhetzen- am Beispiel des genialen Sir Zaharoff sieht man, wie vergleichsweise "einfach" das damals gewesen ist. Heute sind die Zusammenhänge da etwas komplexer, aber selbstverständlich haben sowohl Afghanistan- als auch Irakkrieg sehr viel mit Lobbyinteressen zu tun. Vereinfacht gesagt: Nach dem Ende des Kalten Krieges war der zahlungskräftige Waffenmarkt für die Amerikaner begrenzt, vor allem auf Drittweltstaaten. Und die wurden und werden immer noch größtenteils aus alten Sowjetbeständen beliefert- von europäischen Waffenhändlern. Insofern mussten sich neue Möglichkeiten ergeben.
Das alles, und weitere Entwicklungen, die auszuführen ewig dauern würden, hat natürlich nichts mit irgendwelchen "Geheimorganisationen" zu tun. Für derlei Mummpitz ist der Mensch aber sehr anfällig, weil es 1.) das "Gut"- und "Böse"-Verhältnis nicht trübt, denn dann weiß man ganz genau, wer die "Guten" und wer die "Bösen" sind, was in unserer christlich-dualistisch geprägten Welt offenbar ganz wichtig ist, 2.) eine einfache Erklärung schwieriger und zutiefst komplexer Vorgänge darstellt-- Dinge, die man nur mit jahrelangem Studium begreifen kann, kann man so einfach auf einen Nenner, einen Grundübeltäter zusammenfassen, ohne dass man sich weiterführende Gedanken über die Komplexität dieser Welt machen müsste, 3.) derlei Verschwörungstheorien mittlerweile zuhauf von Christen und christlichen Sektenberatungsstellen gestreut werden, damit der vielleicht atheistisch Angehauchte wieder zur Kirche zurückfindet. Mittlerweile sind sich einige Leute nicht mal mehr zu schade dafür, den persönlichen Einfluß achso böser "Satanisten" auch auf den politischen auszuweiten.
"Leider" sind geo- und finanzpolitische Strukturen nicht so einfach zu erklären und es gibt vieles was wir, auch wenn wir gut informiert sind und viel lesen und zu begreifen versuchen, eben nicht verstehen. Da helfen auch keine blödsinnigen Verschwörungstheorien, sondern schlicht und ergreifend weiteres Studium, (so wir überhaupt so viel Zeit da hineininvestieren wollen- für die meisten ist das verständlicherweise Zeitverschwendung).

Edit: Und, um das noch anzuführen, Verschwörungstheorien wie das "fünfte Flugzeug" oder anderes Zeug über das WTC, waren wohl der allerbeste Freund der Regierung Bush. Niemand der vielen Verschwörungstheoretiker hat erwartet, dass diese durch und durch korrupte und bösartige Regierung auch nur annähernd ehrlich sein würde. Keiner dieser Theoretiker hatte die Erwartungshaltung, dass die Joint Inquiry 2002 oder der Commission Report 2005 irgendetwas Sinnvolles zutage fördert. Insofern haben Verschwörungstheoretiker viel mehr Energie darauf verwandt, sich in ihren eigenen Vorstellungen und Theorien und den Beweisen derselben zu ergehen, es dabei aber unterlassen, den Druck auf die Regierung zu erhöhen und vielleicht vehement- auch mittels Aufklärung und Propaganda anderer Leute- Antworten auf Fragen zu verlangen.
Mich erinnern diese Verschwörungstheoretiker an die Roswell-Typen;- es hätte ja durchaus sein können und es ist sogar außerordentlich wahrscheinlich, dass dort damals Raketentests durchgeführt worden sind und man neue Kriegstechnologien getestet hat. Als aber die ersten Spinner mit dem UFO-Quatsch ankamen, war die öffentliche Diskussion allein darauf ausgerichtet. Besser hätte man dem vermeintlichen Feind nicht helfen können. Genauso ist es auch hier. Unkommentierte Verschwörungstheorien sind immer noch der aller beste Vorhang für alle möglichen "Vergehen".
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von ThRaWn » Sa 2. Jan 2010, 21:05

also wenn du sagst verschwörungstheorien sind bloß ablenkungsmanövervon regierungen und konzernen, dann kann ich dir nur zustimmen
und meiner meinung hat die wirtschaft auch vielzuviel einfluss auf unsere politik
zum beispiel phamaindustrie, in kroatien, frankreich und etlichen anderen ländern sind medikamente, zum beispiel antibiotika, aus den glechen wirkstoffen, als komplett die gleichen, um ein vielfaches billiger

und zum grundthema obama, ich finde es war vorschnell, und ich glaub obama wird noch seeehr viel mist baun
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Ragnar » So 3. Jan 2010, 00:05

Nein, das habe ich nicht gesagt. Das ist auch nicht immer wahr,- auch wenn man sich bei der ganzen Roswell-Geschichte die Frage stellen muss, ob da die Regierungen die Finger mit im Spiel hatten. Aber, das war das was ich sagte, es ist in fast allen Fällen so, dass abstruse Verschwörungstheorien als Ablenkungsmanöver dienen können und nützlich für Regierungen und/oder involvierte Konzerne sind. Das heißt aber nicht zwingend, dass jene sie auch in Umlauf bringen.
Die Sache mit der Pharmaindustrie; Preisschwankungen findest Du immer, auch innerhalb Europas. In Kroatien kannst Du locker für einen Bruchteil dessen, was Du hier bezahlst, einkaufen gehen. Das hat mit der Pharmaindustrie nicht das geringste zu tun.
Und was Obama betrifft; sein Erbe ist nicht gerade rosig, um es vorsichtig zu sagen. Er hat vor, den Irak zu verlassen. M.E. ist das eine leichtsinnige und populistische Entscheidung, die theoretisch dazu führen kann, dass es demnächst einen noch viel größeren Krieg im Nahen Osten gibt, der in jedem Fall internationale Intervention erfordert.
Zuletzt geändert von Ragnar am So 3. Jan 2010, 16:00, insgesamt 1-mal geändert.
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