Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

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Moderator: Team CM-OT-Sons

Hat Obama den Friedensnobelpreis verdient?

Ja, auf jeden Fall!
1
2%
Man hätte länger abwarten sollen.
30
68%
Nein, keinesfalls!
9
20%
Weiß nicht.
4
9%
 
Abstimmungen insgesamt: 44
ThRaWn
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von ThRaWn » So 3. Jan 2010, 10:48

nur seltsam dass wir hier für unsere medikamente massen bezahlen MÜSSEN, und die patienten in anderen ländern sich aussuchen dürfen, von wem sies kaufen, aber, nun gut, anderes thema, soll sich jeder seine eigene meinung drüber bilden

und zu dem mitm krieg
es giebt eine lustige sache
Gewalt erzeugt Gegengewalt
sprich wen wir, oder die amis, da drunten chaos stiften, denen unsere überzeugungen aufzwingen und sowas dann kommt es zu nurnoch schlimmerem terror
man kann das volk nicht zum umdenken zwingen, das volk muss von sich aus denken
Ragnar
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Ragnar » So 3. Jan 2010, 16:17

Erstmal; ich habe einen absoluten Faux-pas in meinem letzten Beitrag begangen. Natürlich hat Obama vor, den Irak zu verlassen, nicht Afghanistan. Ich bin schon im Geiste so sehr mit diesem schwierigen Land beschäftigt, dass ich offensichtlich nur noch Afghanen sehe *lach*.

Das hat wohl eher etwas mit den einzelnen Systemen zu tun. So ganz begeistert wäre ich auch nicht, wenn ich in rezeptfrei in einem Store Beta Blocker zum Discounterpreis kaufen könnte, um ehrlich zu sein. Außerdem ist der Medikamentenhandel ein sehr florierendes Geschäft, bei dem man des öfteren doch nicht so ganz weiß, WAS in der Tablette wirklich drin ist, die man gerade nimmt. (Insbesondere im Bezug auf Sibutramin (Markenname reductil) boomt der illegale Markt - auch online - in extrem hohen Dosen. Es gibt u.a. Magersüchtige, die das Zeug nehmen. Und hin und wieder befindet sich darin auch schon mal leider etwas Gift. Njoa, Kolateralschäden hat's halt überall ...

Deine Sichtweise ist auch vollkommen korrekt. Das was seit dem Kosovokrieg unter der Bezeichnung "humanitärer Einsatz" stattfindet, ist faktisch betrachtet eine Auflösung der innerstaatlichen Souveränität zugunsten des Systems einer Supermacht, in dem Fall den USA. Sowohl der Krieg in Afghanistan, als auch der im Irak waren vollkommen verfehlt und von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Trotzdem wäre es geopolitisch einer der größten Fehler, beide Länder zu verlassen.
Die Situation mit Afghanistan hatten wir, das habe ich ja alles schon erwähnt, bereits vor einigen Jahrzehnten - da ging's gegen die Russen. Die Amerikaner haben Seite an Seite mit den Mujahedin (Leuten wie Osama Bin Laden) gekämpft, das Land danach verlassen, dann fingen die Bürgerkriege unter den einzelnen Stämmen (in Afghanistan gibt's kein einheitliches "Volk" so wie hier z.B.) an, für Pakistan war das ein extremer Unsicherheitsfaktor, also bildete der ISI (der dortige Geheimdienst) einige Leute aus (Taliban), die dort für Ordnung gesorgt haben - erfolgreich, wie wir ja gesehen haben. Karzai zieht in Afghanistan zur Zeit eine Quasi-Diktatur auf, die viele Leute erzürnt und zurück zur Taliban treibt. Wenn wir Afghanistan verlassen, wird in Kürze Karzai abgesetzt, die Taliban ist wieder am Staat.
Die Taliban setzt sich größtenteils aus Paschtunen zusammen - einer iranischen Minderheit, die einen absoluten ideologischen Hass gegen Schiiten hegt. Nun ist aber leider Ahmadinedschad eben ein Schiit und Staatsvorsitzender eines schiitischen Staates, (im Übrigen ist der Iran der freieste und fortschrittlichste aller arabischen Staaten, was nicht zuletzt vom ISI außerordentlich ungern gesehen wird).
Die Situation für den Iran derzeit ist; er ist umzingelt von Feinden. Darunter die USA. Aber die iranischen Staatsleute wissen auch, dass die USA niemals die Taliban als Führer zulassen. Das wiederum ist ein Pluspunkt. Die Truppen in Afghanistan sind derzeit ein Stabilisator.
Reden wir über den Irak; dort ist Ahmadinedschad der heimliche Herrscher. Gehen die Amerikaner dort hinaus, wird es wieder bürgerkriegsähnliche Zustände geben, weil die Ordnung fehlt. Auch Saddam Hussein war ein enormer Stabilitätsfaktor der Region. Das Hacken und Stechen um den Irak wird losgehen; Pakistan möchte nicht, dass Ahmadinedschad- der Herrscher der Herzen - dort Fuß fasst. Ahmadinedschad kann nicht zulassen, dass sich die Sunniten direkt nebenan einnisten, da sie ihn in den folgenden Jahren vermehrt bedrohen werden - aus rein ideologischen Gründen, um das nochmals festzuhalten. Saddam Hussein war ein Diktator, der nur Saddam Hussein diente. Im Gegensatz zur Taliban und den Paschtunen war er kein Ideologe; deswegen war er, zumindest am Ende, ein enormer Stabilisator.
Das was wir jetzt beobachten und was nach dem Verlassen des Iraks folgt, sind alles größtenteils Religionskriege, kaum Territorialkriege, auch wenn das eine Rolle spielt. D.h. es wird unweigerlich einen Krieg um den Irak geben müssen. Darauf muss die internationale Gemeinschaft antworten.
Der Abzug der Truppen zum jetzigen Zeitpunkt ist genau so ein Unsicherheitsfaktor wie die Invasion eines Landes aus "humanitären" Gründen. Vielleicht lernt man daraus für die Zukunft, was ein solches Manöver anrichten kann. Ich befürchte allerdings, dass dies nicht der Fall sein wird.
In jedem Falle ist die Entscheidung Obamas bzgl. des Iraks größtenteils populistisch. Die Moral der Bevölkerung lässt nach, man will die Jungs wieder daheim haben. Menschlich ist das vielleicht nachzuvollziehen; aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sie danach an einem noch viel blutigeren und verheerenderen Kampfgeschehen teilhaben müssen, als es jetzt der Fall ist.
RitterderLandstraße
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von RitterderLandstraße » So 3. Jan 2010, 16:49

1. Ragnar, ich denke, dass man deinen Beitrag durchaus als Trollpost bezeichnen kann. Finde ich nich so toll...

2. Du widersprichst dir teilweise selber und manches ist - mit verlaub - einfach kompletter schwachsinn





Mfg
RitterderLandstraße
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Checkerwoman » So 3. Jan 2010, 17:08

@RitterderLandstraße

Genau, es stimmt, dass sich einige Dinge im genannten Text von Ragnar widersprechen

@Ragnar
Deine Argumentation ist zum Teil unlogisch und ist ehrlich gesagt auch ein bisschen Off-Topic. Denn was hat das mit den MEdikamenten noch mit dem Friedensnobelpreis zu tun?
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rotes Gnu
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von rotes Gnu » So 3. Jan 2010, 17:18

So also ich kann mich Ritter der Landstraße eigentlich nur anschließen. Also dieser text ist schon ein bisschen wirr (naja gut ziemlich aber ich will dich nich beleidigen). Nächste Frage: Geht es hier noch um den Friedensnobelpreis oder um das strategische Vorgehen im nahen Osten? Aber gut. Das wäre ja noch gut zu verzeihen wenn du nicht so verwirrtes Zeugs geschrieben hättest.
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Ragnar » So 3. Jan 2010, 17:38

RitterderLandstraße hat geschrieben:1. Ragnar, ich denke, dass man deinen Beitrag durchaus als Trollpost bezeichnen kann. Finde ich nich so toll...

2. Du widersprichst dir teilweise selber und manches ist - mit verlaub - einfach kompletter schwachsinn





Mfg
RitterderLandstraße
Na, wie schön dass Du das Ganze auch so ausführlich erläuterst und den "kompletten Schwachsinn" richtig stellst und diskussionsorientiert schreibst. Rummeckerei ohne Substantielles hat wohl mehr Trollcharakter.

@Checkerwoman:
Hrm, ja, ich hab nur mit den Medikamenten nicht angefangen und das war auch nicht mein Thema;).

Und jetzt, Leute, auf- macht' mich fertig. Aber bitte etwas intelligenter als mit diesem Scheiß von dem Landstraßenritter.
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Checkerwoman » So 3. Jan 2010, 18:09

@Ragnar

Du hättest auf die Medikamente ja nich eingehen müssen. Meine Frage ist: Wieso meinst du wäre es unsinnig die Trupen abzuziehen
Gehen die Amerikaner dort hinaus, wird es wieder bürgerkriegsähnliche Zustände geben, weil die Ordnung fehlt.
Und denkst du was jetzt ist, also viele Selbstmordanschläge sind besser?

Womit ich nicht dafür bin, dass ein Bürgerkrieg entsteht.
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Ragnar » So 3. Jan 2010, 18:14

@Checkerwoman:

Ja, stimmt, Du hast Recht. Ich werde Thrawn als nächstes einfach ignorieren - er ist ja Deiner Ansicht nach sowieso nicht ernstzunehmen wegen der Medikamentenansicht, gelt?
Und denkst du was jetzt ist, also viele Selbstmordanschläge sind besser?
Möchtest Du wirklich eine Unterhaltung auf dem Boden führen; "Ja, es ist jetzt scheiße, aber auf einem Bein kann man ja nicht stehen; geben wir also den Irak frei und sehen zu, was passiert - der Staat, der ihn als erstes okkupiert, hat ja dann auch sowas wie das ältere Recht". Aufgrund der Strukturen, die die Amerikaner dahingebombt haben, gibt es in spätestens fünf Jahren den nächsten "humanitären Einsatz" - und dann sind verzweifelte Selbstmordattentäter das geringste Problem.
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von ThRaWn » So 3. Jan 2010, 18:34

@Ragnar
die ameriker hätten sich dort nie einmischen dürfen in das system
klar, terror bekämpfung musste nachm 11.9. sein, aber der wahre grund war doch, und dass wissen wir alle, das öl
die ham den amis den ölhan zugedreht, und das hat denen numa nich gepasst
Ragnar
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Re: Obama erhält Friedensnobelpreis - Zu Recht?

Beitrag von Ragnar » So 3. Jan 2010, 18:36

Natürlich. Und die alte Querverbindung Bush-Saddam Hussein. Der Irakkrieg war absolut völkerrechtswidrig. Aber einer solchen Supermacht erwachsen ja keine Konsequenzen ... (d.h. im Kleinen schon - den Terror haben sie in den letzten Jahren nicht bekämpft, sondern unterstützt,- das Resultat werden sie sicherlich in den nächsten Jahren bemerken).
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