Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

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eXpLoSiVe
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Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

Beitrag von eXpLoSiVe » Mi 11. Nov 2009, 21:19

Kapitalismus


Geld...freie Marktwirtschaft... der richtige Weg und das einzig gerechte System oder die Ausbeute und legale Unterdrückung von Menschen?

Bei dieser Frage scheiden sich mal wieder die Geister... Kann man ein System als gerecht ansehen, dass Geld / Währung ohne Gegenwert quasi unbegrenzt einführt? Ein System, in dem <1% der Gesambevölkerung über 60% des Gesamtkapitals der Welt besitzen? In dem man sich erlauben kann mit Milliardenbeträgen um sich zu werfen obwohl viele Leute unter der Armutsgrenze leben?


Nützliche Seiten mit Informationen über unserer Finanzsystem / Kapitalismus:
(Gerne weitere Seiten nennen!)

http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzsystem
http://de.wikipedia.org/wiki/Geld
------
http://www.the-insider.tv
------
http://de.wikipedia.org/wiki/World3


Meine Meinung:

Ich finde, dass das System in seiner jetzigen Form nicht das richtige ist. Es beutet die unteren Schichten in gewisser Weise aus und schüttet im Gegensatz dazu Millionen Boni für Manager aus, obwohl diese Firma in den Bankrott treiben.
Außerdem wird durch die Banken Geld ins System geführt, das keinen Gegenwert mehr hat. Dies führt eig dazu, dass Geld nur solange etwas wert ist, wie die Menschen es als Währung akzeptieren. Das ist jedoch wie wenn man mit Laub/Blättern bezahlen könnten, weil die Leute in der Stadt meinen, dass die Blätter so selten wären, dass sie einen Wert hätten... Darauf ziehe ich den Schluss, dass man das Finanzsystem in seiner jetzigen Form entweder durch einen Bankenrush (Chance in heutiger Zeit nicht mehr ganz so groß) oder durch eine stark abnehmende Akzeptanz der Bürger zum Geld stürzen könnte. Wenn z.b. 60-70% der Bürger der EURO-Gebiete auf heute auf morgen aufhören würden mit dem Geld zu bezahlen, das Geld anzunehmen etc dann würde das gesamte System in sich zusammen brechen. Es kann sein, dass diese Behauptung falsch ist, jedoch bin ich mir da nicht so sicher...
Da ich auch der Meinung bin, dass das System nicht das wahre ist komm ich zu Alternativ-Vorschlägen, die aber noch ausbaufähig sind ;)


Die Alternativen:
  • Ein System, das auf Arbeitszeit und verschiedenen Lohnklassen aufbaut
    Spoiler Näheres...:
    (Hab das ganze mal versucht in eine Excel Tabelle zu schreiben, vllt demnächst noch ausführlicher; Das Prinzip basiert komplett auf meiner Überlegung (Wenn es ähnliche Ideen gibt, habe ich komplett unabhäng davon gedacht;)))


    Das System basiert einer Einteilung aller Jobs in verschiedene Standartlohnklassen, die jedoch durch gutes/schlechtes Arbeiten verändert werden können. In diesem System ist Transparenz u.a. ein wichtiges Gebot, außerdem wird es da evtl Betrugsversuche geben, die man mit entsprechenden technischen Möglichkeiten unterbinden muss. Auch bin ich mir nicht sicher in wie weit so ein System in Länderen wie dem Irak funktionieren würde... Rest sollte sich selbst erklären, wenn nicht bitte melden!
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Goggl
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Re: Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

Beitrag von Goggl » Mi 11. Nov 2009, 21:21

ok ich muss erstmal sgen ich fiden des thema gut/interessant und wzar sehr...
ich würde für alle interessierten vorschlagen sich vll auch mal die computersimulation worldIII zu besorgen oder das buch "Die Grenzen des Wachstums" von Dennis und Donella Meadows zu lesn (gibts zB in ejder Unibiblio auszuleihen), ich denke des past auch zu nem größerent eil zum thema
Selbst Programmiertes Textadventure von Semi & Goggl Version 4.1 mit Bugfixxpack vom 28.12 sowie alle älteren Versionen unseres Spiels "Affen mit Waffen"
http://wapfentertainment.de.tl/Download-Links.htm

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GOGGL nicht google :P
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Re: Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

Beitrag von Kiwinator1101 » Mi 11. Nov 2009, 22:15

Tschuldigung, ich hab deinen Post oben jetzt nur überflogen, aber es ist schon recht späht, morgen werd ich ih genauer studieren, wenn ich dran denke.
Meine Meinung in Kurzform: Kapitalismus ist solange das richtige System, wie die Reichen die Armen fair behandeln. Da dies aber noch nie der Fall war und wohl auch nie sein wird ist der Kapitalismus das falsche System.
Das Problem ist nur, dass DIE Alternative, der Sozialismus, mindest mal genau so schlecht ist, wahrscheinlich sogar deutlich schlechter.
Fazit: Ich mag den Kapitalismus nicht, aber solange es keine Alternativen gibt bleibt mir nichts über, als die halbwegs soziale Marktwirtschaft hier zu akzeptieren. Denn besser als die Systeme in vielen anderen Ländern ist sie allemal.
Platzhalter is' wieder da.
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Re: Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

Beitrag von Misha » Mi 11. Nov 2009, 22:21

Ich finde besser dass, was wir jetzt haben als Kommunistische/Faschistische Diktatur.
Versteht mich nicht falsch, ich find die Idee vom Kommunismus eigentlich cool...
Aber ich glaube einfach nicht dass es genug Menschen gibt, die komplett uneigennützig handeln könnten..
eigentlich kenne ich nur 2 oder 3.
Also denke ich, wir müssen erstmal mit dem Klarkommen, was wir haben.
Klar, es ist scheisse, aber mit den Menschen wie sie sind können wir einfach nichts besseres aufbauen.
Und da beziehe ich mich mit ein... Ich glaube ich bin auch nicht immer cool, auch wenn ich versuche mir durch meine ironische Weltanschauung nicht die Sicht verblenden zu lassen.
nja btt...
Das Thema Geld finde ich auch interessant...
Ich bin der Meinung, dass die Menschen eine Währung brauchen. Es wird immer Preise geben, die von einigen festgelegt werden. Ein System mit Tauschhandel würde heute nicht mehr funktionieren, dazu sind wir einfach zu gierig geworden.
Ausserdem, wärt ihr Goldgräber und hättet ein Nugget gefunden, würdet ihr dass dann gegen die selbe Menge Brot eintauschen? oder gegen wieviel? Und wieviel will der Bäcker euch geben?
Ich hab mir dass mal länger durch den Kopf gehen lassen, und bin zu der Entscheidung gekommen, dass der Mensch einfach Geld braucht. Ist Scheisse, aber wir sind halt immer sehr Egoistisch/Gierig, und da bringt alles "Ich bin doch anders" nichts. Wir sind alle gleich.
Lasst die Welt doch untergehn, Ich steh auf der Kante und tanz in den Tod!
Du warst der erste, Misha - Becky

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Re: Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

Beitrag von Yesuke » Mi 11. Nov 2009, 22:41

Kapitalismus ist dumm.
The water is pulling me near...
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Re: Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

Beitrag von Aprôxx » Mi 11. Nov 2009, 23:34

Ich glaub jedes system hat seine vor und nachteile .....

doch würd ich nicht auf ein system vertrauen das auf zusammenhalt setzt sprich das jeder dem andern hilft ....
wenn das so einfach wär würde sich das von ganz allein durchsetzten
und geld ist ja in dem sinne auch eine art tauschmittel nur in etwas "moderneren version ;) "
deshalb würd ich beide systeme als überarbeitunswürdig bezeichnen
aber wür müssen erstmal mit dem klarkommen das wir haben und vll hat ja i-wann i-wer ne idee zum
"PERFEKTEN SYSTEM" *mysterie musik*

mfg
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Ich habe quasi "spontan" bzw ungeplant mit Sebas (ColaCheater) hier dieses Forum eröffnet, gefolgt von einer sehr unruhigen Nacht mit wenig Schlaf wo ich mich bestimmt dutzende Male einen total verrückten und durchgeknallten Kerle nannte ;D

Mittlerweile steckt in diesem Forum hier unendliche Stunden Freizeit, die ich aber im Gegenzug mit Wissen vergütet bekomme. Denn durch meine Arbeit hier lerne ich viele Dinge und kann mich speziell im Bezug auf Server "weiterbilden".
Allerdings macht mir der Umgang mit Menschen schlichtweg auch Spaß, ganz davon abgesehen dass ich mittlerweile durch das vorige Forum viele tolle Menschen kennen gelernt habe.
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Re: Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

Beitrag von Pflücker » Do 12. Nov 2009, 08:52

Wir hatten ja mal ein richtig tolles System namens "Soziale Martwirtschaft" doch da einige oberschlaue Politiker angefangen haben es zu zerpflücken und ihre "großartigen Ideen" einzuarbeiten und Änderungen zu ihrem Vorteil umzusetzen geht es immer mehr den Bach runter... bzw ging, der kümmerliche rest der heute noch da ist, ist ja nur noch ein Bruchteil der sozialen Marktwirtschaft.

Ich bin zwar definitiv kein Anhänger des Kommunismus aber wie sagte schon Karl Marx? (wenn ich mich nicht irre xD)

"Am Ende des Kapitalismus sind alle Lager voller Waren, aber keiner hat mehr das Geld um sie zu kaufen" (sinngemäß)

Ist ja schon heute so, denn dank der uneinsichtigkeit der Politiker (bzw der ?gewollten? Blauäugigkeit) steuern wir gerade auf die nächste Finanzkrise zu, denn man ist ja bereits dabei eine neue Blase zu schaffen... ist nur noch eine Frage der Zeit wann auch die platzt.
Wehrendessen werden die Löhne niedriger und die Preise steigen.
Bis dahin pumpt man unsere Steuern in die Fehler von Unternehmen die sich die Hände reiben und trotzdem Stellen abbauen, statt dieses in dringende soziale Dinge zu investieren wie unser mittlerweile marodes Bildungssystem. Toller Kapitalismus...
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Re: Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

Beitrag von eXpLoSiVe » Do 12. Nov 2009, 17:00

Das Problem ist nur, dass DIE Alternative, der Sozialismus, mindest mal genau so schlecht ist, wahrscheinlich sogar deutlich schlechter.
Das System an sich ist in meinen Augen nicht das Prob sondern viel mehr die Umsetzung...
Versteht mich nicht falsch, ich find die Idee vom Kommunismus eigentlich cool...
Aber ich glaube einfach nicht dass es genug Menschen gibt, die komplett uneigennützig handeln könnten..
eigentlich kenne ich nur 2 oder 3.
Genau das ist das Problem der Menschen. Selbst wenn man es will wird man immer für seine Familie, Freunde oder sich selbst handeln. 1 Grund warum der Kommunismus nicht funktioniert hatte
Ein System mit Tauschhandel würde heute nicht mehr funktionieren, dazu sind wir einfach zu gierig geworden.
Stimmt zwar aber der Tauschhandel wär imho die einzige faire Lösung. Nicht wie in unserem System, in dem Banken Geld "aus dem nichts erschaffen" können.
Ist ja schon heute so, denn dank der uneinsichtigkeit der Politiker (bzw der ?gewollten? Blauäugigkeit) steuern wir gerade auf die nächste Finanzkrise zu, denn man ist ja bereits dabei eine neue Blase zu schaffen... ist nur noch eine Frage der Zeit wann auch die platzt.
Wehrendessen werden die Löhne niedriger und die Preise steigen.
dann macht die internationale Gemeinschaft mal wieder eine neue Währung und gut ist ...
Fazit: Ich mag den Kapitalismus nicht, aber solange es keine Alternativen gibt bleibt mir nichts über, als die halbwegs soziale Marktwirtschaft hier zu akzeptieren. Denn besser als die Systeme in vielen anderen Ländern ist sie allemal.
/sign aber nichts desto trotz kann man über Alternativen diskutieren ^^
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Re: Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

Beitrag von Kiwinator1101 » Do 12. Nov 2009, 21:10

Das Problem ist nur, dass DIE Alternative, der Sozialismus, mindest mal genau so schlecht ist, wahrscheinlich sogar deutlich schlechter.
Das System an sich ist in meinen Augen nicht das Prob sondern viel mehr die Umsetzung...
Das wäre dann gleich das nächste Problem.

Versteht mich nicht falsch, ich find die Idee vom Kommunismus eigentlich cool...
Aber ich glaube einfach nicht dass es genug Menschen gibt, die komplett uneigennützig handeln könnten..
eigentlich kenne ich nur 2 oder 3.
Genau das ist das Problem der Menschen. Selbst wenn man es will wird man immer für seine Familie, Freunde oder sich selbst handeln. 1 Grund warum der Kommunismus nicht funktioniert hatte
Tja, in der Theorie funktioniert noch vieles, aber dann in der Praxis...
Ich denke, es gab geschichtlich genug Beispiele, die gezeigt haben, dass Kommunismus nie funktioniert.

Ein System mit Tauschhandel würde heute nicht mehr funktionieren, dazu sind wir einfach zu gierig geworden.
Stimmt zwar aber der Tauschhandel wär imho die einzige faire Lösung. Nicht wie in unserem System, in dem Banken Geld "aus dem nichts erschaffen" können.
Eigentlich ist das System mit Geld ja auch nur ein Tauschen, nur halt nicht direkt Ware gegen Ware, sondern Ware gegen Geld. Gut, bei vielen Dingen ist das ja auch ganz praktisch, denn was sollte z.B. ein Anwalt einem Friseur pauschal anbieten können? Daher denke ich auch, dass Tauschhandel heutzutage einfach dem ganzen komplizierten System nicht gewachsen wäre.
Andererseits stimmt es natürlich auch vollkommen, dass es eig. der letzte Scheiß ist, einer Bank anstatt dem Staat selber das Geld drucken zu lassen bzw. noch besser tatsächlich mal genau zu kontrollieren, wie viel neues Geld man denn überhaupt braucht.
Ist ja schon heute so, denn dank der uneinsichtigkeit der Politiker (bzw der ?gewollten? Blauäugigkeit) steuern wir gerade auf die nächste Finanzkrise zu, denn man ist ja bereits dabei eine neue Blase zu schaffen... ist nur noch eine Frage der Zeit wann auch die platzt.
Wehrendessen werden die Löhne niedriger und die Preise steigen.
dann macht die internationale Gemeinschaft mal wieder eine neue Währung und gut ist ...
Stimmt, hat sich ja geschichtlich gezeigt, dass es meist nur eine Flucht vor den Problemen ist, die dabei auch noch immer weiter wachsen, um nichts dagegen unternehmen zu müssen.
Also aus Politikersicht ein Traum.
Fazit: Ich mag den Kapitalismus nicht, aber solange es keine Alternativen gibt bleibt mir nichts über, als die halbwegs soziale Marktwirtschaft hier zu akzeptieren. Denn besser als die Systeme in vielen anderen Ländern ist sie allemal.
/sign aber nichts desto trotz kann man über Alternativen diskutieren ^^
Gerne, nix dagegen einzuwenden.
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Re: Kapitalismus - Ausbeute oder richtiges System?

Beitrag von quoteneger » Fr 13. Nov 2009, 15:24

so geb ich hier meine meinung auch mal zum besten^^ also ich würtde mich meinen vorrednern eigentlich so ziemlich anschlißen nur bin ich der meinung das der kapitalismus schon theoretisch net richtig funktionieren kann =/ ein system was nur auf expansion aus ist kann nur irgendwann ich sich zusammenfallen -.-
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