Moralphilosophie

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FanorilAsaeh
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Moralphilosophie

Beitrag von FanorilAsaeh » So 7. Feb 2010, 21:43

Die gute alte - sehr alte - Ethik - wer hat sich schonmal damit beschäftigt?
Seid ihr mehr der Ulitarist, Kant-Fan mit dem Prüfstein des kategorischen Imperatives, oder doch ein Freund Nietzsches und seines doch sehr klugen Gedankens einer Herdentiermoral? Was haltet ihr von neuen Ansätzen - die Verfeinerungen des kat. Imperatives durch zB Maas oder Jonas; oder tendiert ihr doch mehr zu extremen Neuerungen, derer mir gerade keine eingfallen wollen!? :D :D :D

Freue mich auf evtl. entstehende Diskussionen. :)
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Yesuke
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Re: Moralphilosophie

Beitrag von Yesuke » So 7. Feb 2010, 21:49

Isses ok wenn ich es mal auf englisch mache? find's auf deutsch schwierig zu erklären..

also..
früher wusste ich nie warum leute meinte 'wann ist etwas richtig oder falsch?' 'when is something good or when is something evil?'

My teacher came with the example of a woman raising her child very stricktly, forbidding it to do anything fun. She just wanted it to have good marks and grow up properly; she just wanted the best for him. Now, he felt very pressured and ended up having serious mental problems.

He then asked us what we thought was more important to take into consideration when deciding whether something is good or bad: the intention or the result.

Ich weiss es selber nicht genau, das kommt bei mir auf die situation an. Aber meistens finde ich, dass die intention am wichtigsten ist.


..did this make sense? Ô.o
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Re: Moralphilosophie

Beitrag von FanorilAsaeh » So 7. Feb 2010, 21:53

Hm die Intention?
Entschuldige das ich das so scharf kritisiere - stell dir vor, du wärest masochist und du hättes die Intention allen Leuten gutes zutun; dann wäre es doch für dich ok, ihnen weh zutun!? ... Die Intention und das Resultat wäre deines Ermessens nach, gut - doch für die anderen wäre es ... sagen wir mal weniger gut, je nachdem.

Und entschuldige dieses komische und grässliche Beispiel, aber mir ist grad nichts bessere eingefallen. ^^
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Re: Moralphilosophie

Beitrag von Yesuke » So 7. Feb 2010, 22:33

ich sag auch nicht dass solche leute nicht gestraft (terapie?) werden sollen, ich meine nur dass ich es schlimmer find wenn leute etwas schreckliges machen mit absicht als wenn sie es ausfersehen aus unüberlegtheit oderso machen würden.. ^^
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Re: Moralphilosophie

Beitrag von FanorilAsaeh » So 7. Feb 2010, 22:53

Oh entschuldige - das war nich meine Intention zu sagen, dass Masochisten therapiert werden sollten - das würd ich auch nie fordern :D. Aber hm würdest du dann einen Mord ausversehen, als nicht so schlimm sehen wie zB. ein gewollten Raub? .. Denn in bloßter Intention stecken keine Folgen drin.
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Re: Moralphilosophie

Beitrag von Misha » Mo 8. Feb 2010, 19:35

Ich bin was einige Sachen angeht sehr wohl Nietzsches Meinung, aber z.b. bei anderen Dingen wie Unterscheidung Körper<->Geist halt ichs auch durchaus mal mit den guten alten Hellenen, die waren nicht ganz blöd was das angeht.
Der Mensch ist Egoist<-- auch gut :)
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Du warst der erste, Misha - Becky

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Re: Moralphilosophie

Beitrag von FanorilAsaeh » Mo 8. Feb 2010, 19:42

Hm den Menschen als Egoisten - Was für ein Egoist. Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, oder Krieg aller gegne aller - wäre die Auffassung eines bösen Menschen; Hobbes. Kant würde von vernünftigen Menschen reden.

Ich bin mehr der Meinung, der Naturzustand des Menschen ist gut - der Mensch ist gut.

Also ehm für am besten dieses Der Mensch ist Egoist ein bisschn aus :).
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Re: Moralphilosophie

Beitrag von Xenous » Di 9. Feb 2010, 19:31

FanorilAsaeh hat geschrieben:Ich bin mehr der Meinung, der Naturzustand des Menschen ist gut - der Mensch ist gut.
Ich halte den Menschen für von Grund auf böse.
Wäre der Mensch gut, dann wäre der Kampf des Egos (die Vernunft) gegen das Es (das Triebhafte im Menschen) nicht notwendig.
Der Mensch kann trotz seines bösen Wesens gute Taten vollbringen, was ihn aber nicht gut macht.

Dem täglichen Kampf ums Überleben ist der Kampf gegen die eigenen Dämonen gewichen.
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Re: Moralphilosophie

Beitrag von FanorilAsaeh » So 21. Feb 2010, 15:42

Oh entschuldige das ich das so sage, aber was du beschreibs wäre so die Freud'sche Psychoanalyse, doch etwas - hm - sagen wir mal grob.

Ich denke was du meinst, wäre der Kampf des Eros (der Lebenstrieb; Vernunft wäre entweder lateinishce ratio oder griechische logos, aber nicht egos (vllt meintes du ego (lat.) für ich) oder eros) mit dem Thanatos (Todestrieb), bzw. schärfer gesagt, in Bezug worauf du, denke ich hinaus wolltes - um das Lust- und Realitätsprinzip.

Das Lustprinzip gesteuert durch die Triebe (in der ersten Topik findet er dies im Unbewussten; in der zweiten Topik nennt er den Sitz der Triebe: das Es) wird immer beschränkt durch das Realitätsprinzip (in der ersten Topik: das Vor- und Bewusste; in der zweiten Topik: das Ich); dieses "Ich" mag vielleicht in der Vernunft stecken, doch - und dieses doch muss richtig betont werden - doch liegt die Beschränkung, also in deinem Wortlaut, der Kampf darin, dass das Ich die Realität erkennt (das Über-Ich segnet das ganze noch mit den aktuellen/stationären Moralen und Sitten ab) und so die Triebe einschränkt.

Also ich denke da hat er ziemlich recht, deswegn verteidige ich ihn gerademal, denn dieser "Kampf", ist insofern kein Kampf, da er nicht aktiv die Triebe angreift, sondern sie nur eingrenzt. Zusagen der Mensch wäre böse, da in ihm dieser Kampf wohnt, würde den Menschn nur als Tier sehen, dass irgednwie - wie auch immer - die Möglichkeit zur Fähigkeit des "Sich-im-Zaune-haltens", oder wie man es nenne mag, entwickelt hat. Und ich würde sagen, dass kann und darf man vernünftigerweise nicht annehmen!

Aber entschuldige, dass ich das so lang und breit ausnandergepflückt hab.
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Re: Moralphilosophie

Beitrag von Xenous » Di 23. Feb 2010, 13:27

FanorilAsaeh hat geschrieben: Ich denke was du meinst, wäre der Kampf des Eros (der Lebenstrieb; Vernunft wäre entweder lateinishce ratio oder griechische logos, aber nicht egos (vllt meintes du ego (lat.) für ich) oder eros) mit dem Thanatos (Todestrieb), bzw. schärfer gesagt, in Bezug worauf du, denke ich hinaus wolltes - um das Lust- und Realitätsprinzip...
.. Zusagen der Mensch wäre böse, da in ihm dieser Kampf wohnt, würde den Menschn nur als Tier sehen, dass irgednwie - wie auch immer - die Möglichkeit zur Fähigkeit des "Sich-im-Zaune-haltens", oder wie man es nenne mag, entwickelt hat. Und ich würde sagen, dass kann und darf man vernünftigerweise nicht annehmen!
Also, ich meine EGO und demzufolge rede ich vom Kampf DES Egos gegen das Es. ^^
Auch wenn diese beiden nicht gegeneinander kämpfen, sondern um die Vorherrschaft im Menschen kämpfen, ist es dennoch ein Kampf.
Und das der Mensch ein Tier ist, das, durch die Gabe der Vernunft, sich gegen die Triebe des Es zu entscheiden, seinem eigenen Ich Geltung verschaffen kann sehe ich genau so, wie Du es formuliert hast, auch wenn Du meinst, dies sei unvernünftig.
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