Wolf's Tears

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quoteneger
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Re: Wolf's Tears

Beitrag von quoteneger » So 1. Nov 2009, 00:00

das wäre ja zu einfach xDD
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Moon
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Re: Wolf's Tears

Beitrag von Moon » Do 5. Nov 2009, 20:47

ich sag das nicht einfach mal so, weil ichs mir selbst immer herleiten muss ^_^

16. Wo?
„Holly. Wach auf! Holly!“
„Was issn los?“ Holly strich sich eine blonde Strähne aus dem Gesicht und sah im Dämmerlicht eines Zauberstabs zu Lily hoch. Diese nickte zur Tür hin, durch die gerade eine Gestalt aus dem Zimmer schlüpfte.
„Was...?“
„Moon hat sich wieder gemeldet“, flüsterte Lily und stand auf „Er hat gefragt, ob wir zum suchen mit in den Wald kommen.“ Sie leuchtete mit dem Zauberstab durch das Zimmer und begann leise damit, sich etwas bequemes anzuziehen „Kommst du auch mit?“
Holly stand ebenfalls auf und zog sich um.
„Kommt ihr beiden?“ Nicks Stimme klang durch die Tür gedämpft.
„Wir sind schon da“ Lily öffnete die Tür und schlüpfte, gefolgt von Holly, hinaus.

Nick stand ungeduldig unten in der Eingangshalle und trat nervös von einem Bein auf das andere. Er war nervös, er hatte die Nacht kaum geschlafen, und er spürte Moons Angst, die jetzt, da die ‚Verbindung’ wieder da war, da floss die Panik, die von ihr ausging in ihn über.
Und er hatte das Gefühl, dass es gar nicht gut war, wenn die Panik in ihr die Überhand gewann. Nervös sah er ein weiteres mal zur Treppe hinauf, wartete auf die beiden anderen. In Gedanken wies er Moon wieder und wieder darauf hin, dass sie ruhig bleiben solle. Einfach dort bleiben sollte, wo sie war.
~Wir gehen dich holen Moon. Bleib ruhig. Wir sind bald da.~ Er wollte gar nicht versuchen sich auszumalen, was sie anstellen würde, wenn er nicht bald zu ihr kam. Endlich hörte er die Schritte der beiden Mädchen auf der Treppe.
„Wo wart ihr denn so lange?“ Seine Stimme klang angespannter und gereizter, als er es beabsichtigt hatte. Wahrscheinlich war das die Panik, die von Moon ausging, die ihm diese Laune bereitete.
„Wir mussten uns halt noch umziehen“ Sie betrachtete nachdenklich Nicks Kleidung. „Du hast darin geschlafen?“
„Ich habe kaum geschlafen“ Er zog seinen Zauberstab aus der Tasche und ging den beiden Mädchen voran aus dem Haus hinaus in die Dunkelheit.
„Wisst ihr eigentlich, wie viel Uhr es ist?“ Holly blickte nachdenklich hoch in den Himmel bevor sie in den Wald gingen.
„Lumos“, flüsterte Nick, und zu dem Licht aus Lilys Zauberstab gesellte sich das seine hinzu. Einen Moment blieb er stehen, lauschte in die Dunkelheit hinein und ging dann los.
„Etwas nach drei Uhr morgens glaube ich“, antwortete Lily, an Holly gewandt.
Leise, kaum Geräusche machend wanderten die drei weiter durch den Wald.
Nick versuchte sich zu konzentrieren, so gut es ging, während ihm Moons Panik das Herz zuzuschnüren versuchte. Er versuchte alles ihm in der Macht stehende zu tun, Moon zu beruhigen, Lily und Holly durch den finsteren Wald zu führen und gleichzeitig Moon aufzuspüren. Das war bei aller liebe keine leichte Aufgabe. Vor allem, da er trotz allem keine genaue Ahnung hatte, wo genau sie war. Er konnte sich nur ein wenig an ihrer Umgebung Orientieren und hoffte, dass er richtig ging.
„Ich rieche sie“ Nick wirbelte erstaunt herum. Für einige Sekunden hatte er tatsächlich vergessen, dass Lily und Holly hinter ihm hergingen.
„Du riechst sie?“ Lily nickte
„Werwolf, schon vergessen?“ Sie schloss die Augen und schnupperte einmal durch die Waldluft. „Sie ist hier, aber noch ein Stückchen entfernt“ Sie deutete in eine Richtung und erlaubte es sich, an Nick vorbeizugehen und somit nun ihn und Holly anzuführen. Nick für seinen Teil hatte nichts dagegen. So konnte er sich darauf konzentrieren, Moon zu beruhigen.
„He, Vorsicht!“ Das kam nun davon, wenn man nicht auf seine Füße achtete. Nick strauchelte, als sich einer seiner Füße in einer Wurzel verfangen hatte. Wäre da nicht Hollys Arm gewesen, der ihn auf den Füßen hielt, dann wäre er unsanft auf den Knien gelandet.
„Dankeschön“ er warf einen dankbaren Blick zu Holly hinüber, die ihm nur einmal zunickte.

Ich zitterte am ganzem Körper uns strich mir mit klammen Fingern eine schwarze Haarsträhne aus dem Gesicht. Die Frisur, die Lily mir noch wenige Stunden zuvor gemacht hatte, hatte sich in der Zwischenzeit bestimmt vollkommen aufgelöst. Aber war das wirklich wichtig?
Ich versuchte gegen die Panik in mir anzukämpfen, versuchte mich auf Nicks Stimme zu konzentrieren.
Irgendwie klappte das ja, aber immer, wenn er mal kurz still war, breitete sich die Panik wieder in mir aus. Ich schloss die Augen, atmete tief ein und aus. Bleib ruhig Moon. Es passiert nichts. Lily, und Holly und Nick sind auf den Weg hierher.
Aber wie zum Teufel war ich hierher gekommen? Ich...war am Ball gewesen, hatte mit Nick geredet... und dann, dann war irgendetwas passiert, an das ich mich nur verschwommen erinnern konnte.... und dann... dann war ich hier aufgewacht. Ich wusste nichts was passiert war. Nichts! Ich biss mir auf die Lippen, als ein par Tränen meine Wangen hinunterrollten. Ich fühlte mich so verdammt hilflos.
Es knackte hinter mir.
Erschrocken drehte ich mich um und tastete nach meinem Zauberstab, der allerdings nicht auffindbar war.

„Da vorne“ Lily leuchtete durch ein paar Bäume hindurch „Nox“ Der Zauberstab erlosch und die drei spähten in die Finsternis hinein. „Sie..“ Lily schnüffelte ein wenig und verzog das Gesicht „Sie stinkt nach Angst“, murmelte sie schließlich und strich sich durch die Haare. Nick sah kurz zu Lily und nickte dann langsam
„Sie hat panische Angst“, murmelte er und stellte sich aufrecht hin „was ich verstehe.“ Lily sah zu ihm hinüber
„Ich verstehe sie auch. Voll und Ganz. Wenn mit einem etwas passiert, das man nicht verstehen kann, dann kann man Angst haben“ Nick hatte Moon beobachtete und sah nun jedoch verwundert zu Lily hinüber.
„Sprichst du aus Erfahrung?“, fragte er neugierig. Das Mädchen nickte.
„Meine erste Verwandlung. Grauenhaft. Aber Moon ist kein Werwolf. Und gestern war nicht Vollmond.“
„Wollen wir nun eigentlich zu ihr, oder wollen wir hier stehen und uns über seltsame Sachen unterhalten, die uns einmal passiert sind, während Moon da drüben vor Angst wahrscheinlich eingeht?“ Hollys Stimme klang ungewöhnlich scharf. Die beiden Angesprochen zuckten unmittelbar zusammen und nickten. Klar.

Nick quetschte sich durch die Bäume hindurch, wobei er an einem Ast sein Hemd zerriss, was ihm allerdings gar nicht auffiel.
„Ich bin es“, flüsterte er zu dem Mädchen, dass sich ängstlich an einen Baumstamm zurückgezogen hatte. „Ich bin es Moon, erkennst du mich nicht?“ Vorsichtig ging er einen Schritt näher an sie heran „Ich bin es, Nick“ Hinter ihm kämpften sich nun auch Holly und Lily aus dem Gestrüpp.
~Nick?~ Moons Stimme klang selbst in seinem Kopf völlig schwach. Der Junge nickte.
„Ja, genau ich. Wir tun dir nichts.“ Moon löste sich vorsichtig vom Baum und ging auf ihn zu. Er fasste sie an den Armen und zog sie zu sich heran.
„Du bist eiskalt“, murmelte er und strich ihr über die Wangen.
~Ich war die Nacht über draußen~ Nick legte den Kopf ein wenig zur Seite und betrachtete sie von Kopf bis Fuß.
„Dann bringen wir dich lieber so schnell wie möglich zurück“, flüsterte er und legte vorsichtig einen Arm um ihren Schulter. Lily und Holly verstanden sofort, und während Holly den Arm um die andere Schulter Moons legte, ging Lily voran um die drei hinter sich zurück zu führen.
„Warum redet sie nicht?“ Holly sah leicht verwirrt zu Nick hinüber. Dieser zuckte mit den Schultern. „Und wie redest du mit ihr?“ Der Junge lächelte und stupste sich kurz mit einem Finger der freien Hand auf die Stirn
„Ach so.“ Holly nickte und sah wieder nach vorne. Sie hatte verstanden.

Der Weg zurück nach Hause kam mir ewig lang vor. Zum Glück wurde die Panik, die in meinem Herz aufgestiegen mit jedem Schritt ein wenig mehr gedämpft und zurückgeschoben. Durch die Nähe, die mir meine Freunde gaben. Durch die beiden Arme auf meinen Schultern und durch das Wissen, dass sie bei mir waren. Nicks beruhigende Worte, aus seinem Mund und in meinem Kopf. Dennoch war ich völlig kaputt, als wir schließlich aus dem Wald traten und Lily mit einem geflüstertem „Nox“ das Licht aus ihrem Zauberstab löschte.
Inzwischen war die Sonne dabei an den Himmel zu kriechen. Lily, Holly, Nick und ich traten in die Villa ein, in der die ersten Hauselfen inzwischen daran waren aufzuräumen.
„Entschuldigt“ Nick hielt mit einem Arm einen der Elfen auf und überlies es Lily, den Platz an meiner rechten Schulter einzunehmen. Sie und Holly halfen mir die Treppe in mein Zimmer hinauf, während Nick zurückblieb und einige Worte mit dem Elfen wechselte.
Kurz nachdem ich mich auf mein Bett gesetzt, und eine Decke um die Schultern gelegt bekommen hatte, trat Nick in den Raum und warf einen nervösen Blick zu Lily hinüber. Sie betrachtete den jungen einige Sekundenlang kalr, doch zurckte schließlich mit den Schultern.
„Die Hauselfen machen etwas warmes zu Trinken für uns alle“, meinte er und setzte sich im Schneidersitz auf den Fußboden.
Ich hätte beinahe gelächelt, wenn ich nicht so schwach gewesen wäre. Wenigstens das hatte diese Nacht gebracht. Lily und Holly hatten ihren stummen Krieg gegen Nick aufgegeben.

17. Was?

Was geschehen war? Ich saß auf meinem Bett, hatte den Kopf gegen die Wand gelehnt und die Augen geschlossen. In den Händen hielt ich eine Tasse mit heißem Tee. Die anderen drei saßen um mich herum, jeder ebenfalls mit einem Getränk in der Hand, und leise miteinander sprechend. Eigentlich würde ich auch gerne mit ihnen sprechen, aber irgendwie.. ich öffnete die Augen und sah auf die Tasse in meinen Händen hinunter.
Vorsichtig hob ich sie an meine Lippen und trank einen Schluck. Als ich die Hände wieder senkte, bemerkte ich den forschenden Blick, den Holly mir zuwarf.
„Was ist passiert?“, leise klang ihre Stimme, vorsichtig und neugierig. Ich betrachtete sie und zuckte schließlich mit den Schultern.
„Ich habe keine Ahnung?“
„Nicht die geringste?“ Ich dachte nach.
„Nichts. Ich weiß...ich war auf dem Ball.“ Mein Blick wanderte von Holly zu Lily, und von ihr zu Nick „Ich habe mit Nick geredet... und dann...“ Ich schloss einen Moment lang die Augen... „dann war da irgendwas...ich...habe mich nicht gut gefühlt...ich bin rausgegangen...vors Haus...und dann.. bin ich im Wald wieder aufgewacht.“ Ich öffnete die Augen wieder und sah meine Freunde fragend an. „Was ist denn bei euch passiert?“
Nick, Holly und Lily warfen sich Blicke zu. „Erzähl du“, meinte Lily schließlich zu Nick.
„Warum wusste ich das?“, fragte Nick niemanden bestimmtes und seufzte. Nachdenklich schob er eine Haarsträhne aus seinem Gesicht und sah zu mir hinüber.
„Also, wir waren auf dem Ball“, begann er „und haben miteinander geredet...plötzlich wurdest du ganz...komisch. Ich habe mir Sorgen um dich gemacht, und irgendwie...du hast mich angeknurrt.“
„Ich habe geknurrt?“ Daran konnte ich mich überhaupt nicht erinnern. Er sah mich ernst an und nickte
„Du hast geknurrt. Und gesagt ich solle dich nicht anfassen. Und dann bist du weggerannt, und ich konnte nicht einmal mehr über Gedanken mit dir reden. Das hat mir um ehrlich zu sein am meisten Sorgen gemacht“
„Deswegen ist er zu uns gekommen. Er hat uns gefragt, ob wir dich gesehen haben“ Lily hatte den Faden aufgenommen, damit Nick nicht alleine erzählen musste. „Wir hatten dich rausgehen sehen, das haben wir ihm gesagt. Dann sind wir mit ihm rausgegangen und haben dich gerade im Wald verschwinden sehen.“
„Weil Nick nicht mit dir reden konnte haben wir beschlossen dich suchen zu gehen....weil wir uns Sorgen um dich gemacht haben. Aber irgendwie haben wir dich nicht gefunden...du warst einfach verschwunden. Nick konnte nicht mit der Reden, und Lily konnte dich nicht riechen, weil der ganze Wald nach dir gerochen hat.“, erklärte nun Holly weiter, woraufhin Lily zustimmend nickte .
„Ich liebe diesen Wald“, murmelte ich und sah in meinen Tee hinunter „Ich bin gerne dort, wenn ich nichts anderes zu tun habe. Deswegen riecht es wohl dort überall nach mir?“ Ich sah fragend zu Lily hinüber, welche nur erneut nickte.
Ich lehnte den Kopf wieder gegen die Wand und trank einen weiteren Schluck von meinem Tee. Langsam kam wieder Gefühl in meine klammen Finger zurück. Ich wollte gar nicht wissen, wie ich aussah. Als ich einmal mit der Hand durch meine Haare gefahren war, hatten sich dort drinnen einiges an Blättern verfangen. Die Frisur hatte sich aufgelöst, und ich wollte gar nicht erst wissen, wie genau mein Kleid aussah. Um das war es wirklich schade. Ich hatte es gemocht, es war neu und wirklich schön gewesen. Aber was sollte man machen?
„Ich glaube, Moon“, meinte Lily nach einer kurzen Weile des Schweigens „Wir schicken dich jetzt erst einmal ins Bad.“ Ich sah sie fragend an „Dir ist noch immer eiskalt, deine Haare sind voller Laub und so was, du...“ sie musterte mich kritisch „Egal, du gehst jetzt ins Bad und wäschst dich, in Ordnung? Wir warten hier“
Ich sah die drei fragend an „Kann ich mir sicher sein, dass ihr euch nicht die Köpfe einschlagt, wenn ich weg bin?“ Nick und die beiden Mädchen sahen sich fragend an. Alle drei lächelten ein wenig verlegen
„Wir versuchen es“, meinte Lily schließlich zu mir gewandt „Aber versprechen kann ich leider nichts.“
„Immerhin...“ Ich rutschte von meinem Bett und stellte mich auf die zittrigen Beine „Ich vertraue einfach auf eure Vernunft“ Ich trank den Rest des Tees aus und stellte das Glas auf einem Tisch ab. Den dreien matt zuwinkend und verschwand aus dem Zimmer.

Vernunft... Nick sah nachdenklich zu Lily und Holly
„Haben wir so was?“ Ein Grinsen hatte sich auf Hollys Gesicht ausgebreitet.
„Was?“
„Vernunft!“ Lily lachte.
„Wir können ja einfach mal so tun als ob. Moon zuliebe.“ Sie sah zu Nick hinüber „Was könnte passiert sein?“ Der Junge zuckte mit den Schultern
„Ich habe nicht mehr Ahnung davon, als ihr beide. Oder Moon“ Er schloss die Augen und strich mit den Finger über den Rand seiner Tasse „Aber etwas besonders tolles ist es auf keinen Fall“ Die beiden Mädchen nickten nachdenklich.
Vernunft... was war das schon? Nick konnte es nicht genau sagen. Er trank einen Schluck seines Tees während er nachdachte. War es Vernunft von Seiten Moons, dass sie ihn aufgenommen hatte? Zumindest für die Ferien? Nach dem was er getan hatte? Oder war es Vernunft, wenn Lily und Holly ihn nicht mehr dachten, dass er ein besonders schlechter Mensch war?
Was war Vernunft?
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Re: Wolf's Tears

Beitrag von Misha » Di 17. Nov 2009, 22:53

hmm, mir ist aufgefallen ich hab keinen Kommi geschrieben :(
Sorry Krüml, hier ist er:
Ich finds (natürlich) wie immer toll, keine auffälligen Fehler, tolle Story, tolle Charactere, tolle Autorin <3
wie immer perfekt :)
Lasst die Welt doch untergehn, Ich steh auf der Kante und tanz in den Tod!
Du warst der erste, Misha - Becky

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Re: Wolf's Tears

Beitrag von Goggl » Di 17. Nov 2009, 23:20

so ich hab hier mal die kapitel die bisher raus sind in nem word dokument zusammengefasst damit mans flüssiger lesen kann.
ich drucks mir mal aus. für alle dies noch ahben wollen hier link
Kapitel 1-17 39 Seiten

http://npshare.de/files/9fa7e31b/Wolf%27s%20Tears.doc
Selbst Programmiertes Textadventure von Semi & Goggl Version 4.1 mit Bugfixxpack vom 28.12 sowie alle älteren Versionen unseres Spiels "Affen mit Waffen"
http://wapfentertainment.de.tl/Download-Links.htm

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Re: Wolf's Tears

Beitrag von quoteneger » Mi 18. Nov 2009, 17:46

tollig (>..)>
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Moon
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Re: Wolf's Tears

Beitrag von Moon » Sa 12. Dez 2009, 20:09

warum sagt mir eigentlich niemand, dass ich mal wieder was hochladen sollte? -.-'

18. Sie
Holly musste leider schon am nächsten Tag gehen und Lily verabschiedete sich einige Tage danach ebenfalls von uns. Jetzt waren nur noch Nick und ich da. Wir hatten es leider nicht geschafft, herauszufinden, was geschehen war, aber, wie Nick sagte, „Wenn es nicht noch einmal passiert, dann müssen wir das ja gar nicht wissen“ Gut, es interessierte mich, was geschehen war. Aber solange es nicht noch einmal passierte konnte ich ja gar nicht darüber nachdenken, konnte ich gar nicht sehen, was genau es nun war, das geschehen war.

„Dein Hogwartsbrief ist da“ Ich sah auf und sah meine Oma mit einem Umschlag aus Pergament in der Hand in der Tür stehen.
„Oh, Dankeschön“ Ich stand auf und nahm den Brief an mich, riss ihn auf und überflog das erste Blatt. „Das übliche...ich soll am ersten September am Bahnhof sein...blablabla...“ Ich legte das erste Blatt zur Seite und betrachtete das, in dem die Schulbücher aufgeschrieben standen, die ich das nächste Schuljahr brauchen würde. Ich sah zu meiner Oma hoch
„Ich muss wieder in die Winkelgasse“ Die alte Dame nickte
„Das habe ich mir schon fast gedacht.“ Sie setzte sich auf mein Bett und sah sich in meinem Zimmer um. „Die neuen Bücher, Zaubertrankzutaten, ich denke ein paar neue Umhänge?“
„Stimmt“ Sie sah an die Zimmerdecke und betrachtete den Mond dort oben
„Und dein Freund braucht wahrscheinlich auch ein bisschen was zum anziehen? Das was er im Moment hat ist ja uraltes Zeug.“
„Nick ist NICHT mein Freund“, meine Stimme klang gereizter als beabsichtigt. Meine Oma hab eine Augenbraue und nickte nur. „Er ist nur ein Freund“, setzte ich etwas milder hinzu.
„Na gut. Trotzdem würde ich sagen dass er etwas Neues zum anziehen braucht.“ Sie stand auf und strich ihren Rock glatt. „Ich würde vorschlagen ihr beide geht morgen? Ich werde Euch dann ein wenig Geld geben. Ach, wo ist er eigentlich im Moment?“ Ich sah zu ihr hoch und zuckte mit den Schultern. „Nun, wenn du ihn wiedersiehst, dann sag ihm doch, dass ihr morgen weggeht“ Ich nickte und setzte mich wieder an meinen Schreibtisch, wo ich gerade daran war ein Bild zu zeichnen
~Nick?~ Es dauerte eine Weile, bis die antwort kam
~Ja?~
~Wo bist du?~
~Ich bin ein wenig im Wald unterwegs. Wieso fragst du?~

~Oma war eben hier~ Ich tauchte meine Feder wieder in das Tintenfass und hob sie nachdenklich über das Blatt ~Der Hogwartsbrief ist angekommen. Wir gehen morgen in die Winkelgasse und kaufen meine Sachen und was zum Anziehen für dich.~
Ein kleiner Strich in meine Seite folge
~Ist was passiert?~
~Nichts gravierendes. Ich bin nur ausgerutscht.... Hast du eben gesagt etwas zum anziehen für mich?~

Ich nickte. Erst einige Sekunden später fiel mir ein, dass er es ja gar nicht sehen konnte.
~Ja, das habe ich gesagt~
Es trat Stille ein, während meine Feder langsam über das Pergament wanderte und Striche an allen möglichen Stellen hinterließ.

„Schon einmal mit Flohpulver gereist Nick?“ Meine Oma hielt dem Jungen freundlich einen Krug mit dem Pulver hin. Zögerlich griff Nick hinein und nahm eine Hand davon heraus.
„Bin ich schon...ich mag es halt nicht sonderlich...“ murmelte er und ging zu unserem Kamin.
„Ich auch nicht“ murmelte ich und hängte mir eine Tasche um. „Ist halt das schnellste, was wir können...“ irgendwas an Nicks Blick verriet mir, dass dem nicht so war. Er drehte sich wieder dem Feuer zu und warf das Pulver in die Flammen. Als sie sich smaragdgrün färbten trat er vorsichtig hinein
„Winkelgasse“ Die Flammen loderten um ihn herum auf, und er verschwand. Ich griff nun ebenfalls in das Flohpulver und warf es in die Flammen
„Bis heute Abend dann“ ich trat hinein und spürte ein warmes kitzeln um mich herum, als die Flammen aufloderten. „Winkelgasse!“

„Wirst du es ihr sagen?“
„Warum sollte ich?“
„Dir ist klar, was am Ball passiert ist?“
„Mir ist das ebenso klar, wie das dir klar ist.“
„Warum willst du es ihr dann nicht sagen?“
„Es wird nicht wieder geschehen.“
„Was macht dich da so sicher?“
„Ich weiß es“
„Wusstest du überhaupt, dass es geschehen wird?“
„Nicht mit Sicherheit. Aber nun weiß ich es“
„Du wusstest eben nicht, dass es passiert!“
„Ich... „
„Eben!“
„Ich dachte es mir! Ich war mir nicht sicher!“
„Deswegen kannst du dir nicht sicher sein, dass es nicht schon wieder passiert!“
„Ich weiß, dass es nicht wieder passieren wird!“
„Was macht dich da so sicher?“
„Es REICHT! Ich muss mir keine Vorwürfe von dir anhören. Es ist meine Sache, was ich ihr sage und was ich ihr nicht sage! Das geht dich nichts an!“

Summend kamen wir beide bepackt mit allem möglichen und unmöglichem Zeug kamen wir beide in Ennis an. In Ennis? Nun, Nick konnte apperieren, wenn auch nicht legal gelernt, und hatte angeboten mich mitzunehmen.
„Aber bei meinem Glück“ meinte ich und zog die Tür auf „schaffe ich es beim ersten Versuch mich zu zersplintern oder so.“
Nick lachte und trat in die Eingangshalle ein.
„Ach, sooo schwer ist das doch nicht. Schlimmstenfalls helfe ich dir“ Komisch. Ich hatte Nick in der ganzen Zeit, in der er nun hier war noch nie richtig lachen gesehen. Nachdenklich betrachtete ich ihn. „Warum siehst du mich so an?“
„Hm...“ machte ich nur und zuckte mit den Schultern.
„Hm?“, äffte er mich nach und setzte einen Fuß auf die Stufen nach oben. „Hmm wie; ich weiß es, sag es dir aber nicht. Hm wie; du würdest das es nicht verstehen?“ Mit hochgezogenen Augenbrauen sah er mich an
„Hm wie; ich glaube ich habe dich noch nie lachen gesehen, und lachend gefällst du mir gleich noch viel besser.“ Stille trat zwischen uns beiden ein, in der wir beide leicht rötlich anliefen.
„Ah, Moon! Nick! Ihr seit wieder da. Ich habe euch gar nicht kommen hören“ Wir drehten uns um und sahen Oma, die in der Tür zum Keller hinunter stand und uns angrinste. Irgendetwas war mit ihr, auch wenn ich nicht genau sagen konnte, was es war.
„Wir waren halt extrem leise“ Nick war inzwischen zwei Stufen weiter hoch gegangen. „Wir bringen die Sachen nach oben, in Ordnung?“
Meine Oma nickte und strich sich eine graue Strähne aus dem Gesicht „Macht ruhig. Etwas anderes würde ich euch doch sowieso nicht aufzwingen können.“ Ich grinste und rannte hinter Nick her die Treppe nach oben in mein Zimmer.

19. Zurück
Ich zwirbelte mir eine Haarsträhnen um den Zeigefinger und sah mich um.
„Also, wenn ihr nicht kommt, dann mache ich mich alleine auf den Weg!“, rief ich in die leere Eingangshalle hinein. Es kam keine Antwort. Ächzend lehnte ich mich an meinen Schulkoffer und schloss die Augen „Ich meine das ernst!“ Keine Ahnung, ob mir irgendwer zuhörte, aber ich musste mich halt hin und wieder auch der Welt mitteilen. „Irgendwie komme ich schon nach London!“ Ich öffnete die Augen wieder und betrachtete die an der Eingangshalle. „Auch wenn ich wahrscheinlich nicht rechtzeitig ankomme.“
Nick kam die Treppe hinunter.
„Sei mal nicht so Moon. Ich bin doch schon da!“ Ich verdrehte die Augen und deutete auf die Uhr
„Ich will ja nichts sagen...“
„Genau das tust du aber im Moment!“ Er hob die Augenbrauen. Ich sah ihn böse an und streckte ihm die Zunge raus.
„ABER ich müsste vielleicht VOR elf Uhr am Bahnsteig sein. Wenn der Zug sich nämlich nicht zufällig verspätet fährt er um diese Uhrzeit!“
Nick lachte und trat auf mich zu
„Tja, dann sollten wir vielleicht langsam los, oder?“ Meine Oma kam ebenfalls in die Halle und strich sich die Haare aus der Stirn
„Tut mir Leid Moon, Liebes. Ich musste noch mit den Elfen reden. Wir können dann los. Nicko....du nimmst den Koffer?“ Nick nahm den Koffer in die Hand und nickte. Ich hatte gesehen, wie er unweigerlich zusammengezuckt war, als meine Oma ihn bei seinem vollen Namen hatte nennen wollen. In dieser Hinsicht war er wirklich genau wie ich. Ich hasste es Minda genannt zu werden, und er konnte es auf den Tod nicht ausstehen, wenn man ihn Nickolas nannte. Na gut, hin und wieder kabbelten wir uns mal, und nannten uns bei den normalen Namen, aber sonst hielten wir das unausgesprochene Gebot der Spitznamen ein.
Ich gesellte mich zu meiner Oma, welche mit mir nach London apperieren würde.
„Okay, alle beide bereit?“ Sie sah zuerst auf Nick, dann auf mich und lächelte freundlich „Dann mal los!“

Ich hob den Koffer auf die Gepäckablage und strich mir die Haarsträhnen aus dem Gesicht. Kurz sah ich mich im Zug um und beschloss, dass es noch Zeit war, kurz nach draußen zu gehen um mich zu verabschieden.
„Tschüß Oma, Ciao Nick!“ Ich umarmte beide noch einmal und grinste.
~Kommst du nach?~
„Tschüß Moon, viel Spaß dieses Jahr“ Ich grinste sie an
„Werde ich bestimmt haben“
~Ich bleibe noch ein Weile in Irland und helfe deiner Oma irgendwie. Es kommt mir nämlich relativ dämlich vor, wenn ich nur da war und mich habe bedienen lassen. Aber ich komme nach. Versprochen!~
~Gut so~ Ein Pfeifen hallte über den Bahnsteig, welcher mich und die anderen Schüler dazu aufforderte in den Zug zu steigen. Ich winkte den beiden noch ein letztes Mal zu, während der Zug anfuhr, bis ich sie nicht mehr sehen konnte.
Seufzend lies ich mich auf meinem Platz nieder, legte den Kopf zurück und schloss die Augen.

Es roch verbrannt. Es roch nach Mensch! Sie mochte das nicht. Sie wollte weg von hier. Weit weg. Ganz weit weg. Aber wohin? Und schließlich musste sie doch aufpassen. Auf die Kleinen! Angst kroch in ihr hoch und sie spürte die Kleinen hinter sich fipsen. Was sollte sie nur machen? Was sollte sie tun? Irgendjemand kam in die Nähe. Sie trat einige Schritte zurück und duckte sich. Alle Muskeln waren angespannt. Sie war keine Kämpfernatur, aber sie musste doch die Kleinen beschützen! Ein Ast knackte. Sie knurrte. Es würde nicht lange dauern, dessen war sie sich sicher!


„Guten Morgen Moon!“ Ich öffnete die Augen und sah direkt in Hollys wie üblich grinsendes Gesicht „Schöne Ferien gehabt?“ Ich hockte mich aufrecht hin und nickte langsam
„Ja, nichts größeres Passiert!“
„Und Nick war den ganzen Rest der Ferien bei euch?“ Ich nickte erneut
„Er ist jetzt auch noch eine Weile bei Oma. Er will ihr ein bisschen helfen und sich dafür bedanken, dass er über die Ferien da sein durfte.“
„Und dann?“ Ich zuckte mit den Schultern
„Weiß nicht. Vielleicht nistet er sich wieder im Verbotenem Wald ein oder so was. Vielleicht aber auch irgendwas anderes“
Sie nickte und lehnte sich auf ihrem Sitz zurück
„Hast du eigentlich schon Lily gesehen?“ Ich schüttelte den Kopf
„Ne, als der Zug losgefahren ist habe ich mich hier hingesetzt und bin eingeschlafen.“ Holly kicherte.
„Du sahst richtig süß aus, als du geschlafen hast.“ Ungläubig sah ich sie an. Sie kicherte erneut. „Obwohl du ein bisschen unruhig warst. Hattest du einen Alptraum?“ Ich dachte einen Moment lang nach. Im Grunde konnte ich mich nur noch an ein sehr...unbestimmtes Gefühl erinnern.
„Ich weiß nicht.“, murmelte ich und zuckte mit den Schultern „Irgendwas war glaube ich los, aber ich weiß nicht genau was“ Ich bemerkte Hollys forschenden Blick
„Es hat bestimmt nicht zu tun mit dem, was am Ball passiert ist! Ich bin doch noch normal. Siehst du doch, oder?“
Holly nickte und lächelte.
„Schon okay.“ Sie streckte sich auf ihrem Sitz aus und grinste weiterhin.

Den Rest der Fahrt verbrachten wir mit reden, Süßigkeiten zu essen, und einfach unseren Spaß zu haben. Lily kam nicht vorbei.
Schließlich stiegen wir aus und setzten uns gemeinsam in eine Kutsche, die uns ins Schloss hochfuhr.
„Irgendwie habe ich keine sonderliche Lust auf dieses Schuljahr“, murmelte Holly, als das Schloss immer näher rückte
„Wieso nicht?“ Ich zupfte meinen Schulumhang zurecht und sah sie fragend an.
„ZAGs und so was. Und überhaupt“, sie seufzte und lehnte sich zurück. „Und Dad meinte, dieses Jahr könnte es vielleicht das eine oder andere Problem geben, obwohl er mir nicht sagen wollte, was genau. Ich solle halt die Augen offen halten. ,Immer Wachsam!’“ Sie seufzte und starrte auf das Schloss. „Naja, irgendwas wird schon sein“

Auch in der Großen Halle war Lily nirgendwo zu sehen. Obwohl Holly und ich beide die Augen offen hielten und immer wieder rüber zum Slytherintisch schielten. Schließlich warfen wir uns selbst Blicke zu und zuckten mit den Schultern.
Inzwischen war die Auswahl der Neuen schon im vollem Gange, aber ich achtete nicht sonderlich darauf. Ich wollte wissen, wo Lily war.
Nur tauchte die den ganzen Abend nicht auf, was mich vollkommen verwirrte. Aber was sollte ich machen? Aufstehen und sie suchen gehen? Wahrscheinlich hatte sie ihre Gründe nicht da zu sein, auch wenn ich mir die beim besten Willen nicht ausmalen konnte.
Schließlich – endlich – war die Willkommensfeier zuende, Dumbledore sagte noch einige Worte, auf die ich allerdings nicht hörte. Ich wollte nur noch in den Schlafsaal, um mich auszuruhen und in Ruhe nachdenken zu können.
So war ich eine der ersten, die vom Tisch aufstand und nach oben in den Gryffindor Gemeinschaftsraum flüchtete, um meine Ruhe zu haben. Auch wenn der Rest der Mädchen aus dem Schlafsaal auch schon bald hereinkamen. Ich tat als würde ich schon schlafen und so waren sie ruhig... bis ich endlich wirklich einschlief

Sie wusste die Lage war aussichtslos. Der Mensch vor ihr schien keine Angst zu haben. Sie legte die Ohren an und versuchte zu knurren. Es ging nicht. Sie hatte Angst. Angst um sich, Angst um die Kleinen. Aber da, bei dem Mensch war noch einer. Ein kleinerer. Vielleicht würde er ablassen, wenn sie diesen kleinen Menschen bedrohen würde? Aber sie konnte die Kleinen nicht einfach im Stich lassen. Was sollte sie tun? Was nur? WAS?
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Re: Wolf's Tears

Beitrag von Goggl » So 13. Dez 2009, 13:40

mooon erzähl hier nix vom nilpferd ;)
ich hab dich schon paar mal gefragt wann du endlich die nächsten kapitel hochlädst, und du asht immer gemeint du ahst gard keine zeit^^
naja bin froh dass es endlich weiter geht!
immer weiter so!
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Re: Wolf's Tears

Beitrag von Moon » So 13. Dez 2009, 13:54

ich mag aber Nilpferde Bild

20. Lily?
Lily tauchte auch in den folgenden Tagen nicht auf. Wann immer wir Zeit fanden trafen Holly und ich uns, um zu überlegen, wo sie sein könnte, warum sie nicht kam. Lehrer konnten wir nicht fragen. Der einzige, von dem wir dachten, dass er es wissen könnte, war Professor Snape, und mit dem zu reden...nein, das war nicht das, was wir wirklich machen wollten. Uns beiden war der Zaubertranklehrer nicht sonderlich sympathisch, und ihn um etwas bitten war das letzte, das wir wollten!
Schließlich hatten wir uns dazu entschlossen, uns eine der Schuleulen zu schnappen, und ihr einen Brief zu schreiben. Die meisten Eulen hatten die wunderbare Eigenschaft, den Empfänger auch ohne Adresse zu finden.
„Hast du eigentlich eine Ahnung, wo sie wohnt?“ Ich band den fertigen Brief an das Bein einer beliebigen Schuleule fest und sah dabei fragend zu Holly hinüber. Diese zuckte mit den Schultern
„Nicht so wirklich. Irgendwo in Schottland glaube ich. Aber so wirklich kann ich dir das nicht sagen!“ Sie lehnte an einer Wand der Eulerei, während ich die Eule zum Fenster trug und hinaus in die Dämmerung warf.
„Komisch“ Ich blickte aus dem Fenster und beobachtete die Eule, die über den Verbotenen Wald schwebte und langsam aus meinem Blickfeld verschwand. „Irgendwie...“ ich seufzte und drehte mich zu Holly um „Warum ist sie nicht da? Warum hat sie nicht Bescheid gesagt? Auf irgendeinem Weg! Sie müsste doch wissen, wie sie so was machen kann!“ Holly zuckte mit den Schultern und stieß sich von der Wand ab.
„Ich weiß es genauso wenig wie du. Komm, gehen wir wieder runter. Hier ist es eiskalt. Und ich muss noch ein bisschen lernen... dumme ZAGs“ Ich nickte und folgte Holly die Treppen hinunter.

Die Eule, die wir losgeschickt hatten, kam zwei Wochen später mit der Morgenpost zurück. Sie setzte sich vor mich und sah mich mit großen Bernsteinfarbenen Augen an.
„Na so was“ Ich hatte den Brief, den wir an Lily geschrieben hatten schon halbwegs vergessen. Zu groß war die Menge an Hausaufgaben gewesen, die uns auf die Augen gedrückt wurde.
„Sie müssen sich auf ihre ZAGs vorbereiten. Ja, ich weiß, Sie werden das nicht verstehen, da diese erst nächstes Jahr geschrieben werden, dennoch hoffen wir, die Lehrer, dass sie früh genug damit anfangen zu lernen, damit ihre Noten annehmbar für diese Schule sind“ So, und auch anders hatten die Lehrer die vielen Hausaufgaben argumentiert, die wir aufbekommen hatten.
Und jetzt war die Eule wieder da, saß vor mir und sah mich gedankenvoll an.
„Hast du...?“ Aber ein Blick auf ihr Bein genügte mir. Kein Antwortbrief war daran befestigt. Nachdenklich strich ich dem Vogel über den Kopf und gab ihm was zum knabbern, woraufhin er die Flügel ausbreitete und wieder davonflog.
Warum zum Teufel hatte Lily keine Antwort geschrieben? Ich war mir sicher, dass die Eule sie gefunden hatte. Schließlich hatte sie unseren Brief nicht mehr am Bein gehabt. Aber auch keine Antwort. Nachdenklich knabberte ich an meinem Toast, bis es wieder Zeit wurde in den Unterricht zu gehen und mal ein bisschen abzuschalten.

„Keine Antwort?“ Ich schüttelte den Kopf und packte eine Rolle Pergament aus der Tasche.
„Kein einziges Wort? Auf irgendeinen Fetzen Pergament gekritzelt? NICHTS?“ Ich schraubte ein Tintenfass auf und schüttelte erneut den Kopf.
„Nichts. Nur eine Eule, die mich angesehen hat, und wieder losgeflogen ist.“ Ich tauchte die Feder in das Tintenfass und sah zu Holly hinüber
„Sicher, dass du nichts übersehen hast? Irgendwas kleines?“ Ich seufzte und schüttelte den Kopf. Über die Fragen, mit denen mich Holly da löcherte, hatte ich mich ebenfalls die letzten Stunden den Kopf zerbrochen. Vielleicht hätte ich die Eule nicht sofort wieder wegschicken sollen? Nein, das stimmte nicht. Sie hatte nichts bei sich gehabt. Ich sah wieder auf mein Pergament hinunter und setzte die Feder auf, obwohl ich mir noch immer nicht vollends sicher war, was ich schreiben sollte.
„Nichts. Nicht das kleinste Bisschen. Und ich habe einfach keine Ahnung, warum zur Hölle Lily das machen sollte. Das gibt keinen Sinn. Überhaupt keinen Sinn!“ Wütend warf ich die Feder auf den Tisch, sodass die Tinte auf das Blatt spritze. Wütend lehnte ich mich auf meinem Stuhl zurück und schloss die Augen. Ich hörte, wie nun auch Holly ihre Sachen aus der Tasche zog und damit anfing, irgendetwas auf das Pergament zu kritzeln.
Es dauerte einige Minuten, bis ich mich wieder etwas beruhigt hatte, auch wenn ich nicht genau wusste, woher dieser spontane Wutanfall gekommen war. Irgendwie spielten meine Nerven gerade völlig verrückt. Ich sah auf mein Blatt hinab und zog den Zauberstab, um die Tinte davon wegzuwischen.
„Wie geht es eigentlich Nick?“ Es waren einige Minuten vergangen, und ich hatte ebenso wie Holly damit angefangen einen Aufsatz zu schreiben.
„Nick?“ Ich schloss einen Moment die Augen und konzentrierte mich auf den kleinen Teil in meinem Bewusstsein, den ich mir mit ihm teilte. „Es geht ihm gut. Ich glaube er genießt es, mit anderen Menschen zusammen zu sein.“ Fragend sah Holly zu mir hoch.
„Wie meinst du das?“
„Na ja, irgendwie ging es ihm am Anfang nicht sonderlich gut. Er war...hm...ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll.“ Ich dachte an seine Erinnerung zurück, und an das, was er mir hin und wieder mal erzählt hatte. „Eine Gruppe schwarzer Magier, denke ich war das. Bei denen ist er aufgewachsen, und ziemlich übel behandelt worden, nehme ich an.“ Ich strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Und dort lebte er bis letztes Jahr. Du hast die Narbe in seinem Gesicht gesehen?“ Holly schien einen Moment lang nachzudenken und nickte schließlich „Die war ein ,Abschiedsgeschenk’ von dieser Gruppe.“
Holly sah wieder auf ihr Blatt hinunter und begann wieder damit, etwas aufzuschreiben. Ich beobachtete sie einen Moment lang und schrieb dann selbst an meinem Aufsatz weiter.
~Lily hat sich immer noch nicht gemeldet?~
~Äh, nein. Noch nicht. Die Eule, die wir ihr geschickt haben ist ohne irgendeine Nachricht von ihr zurückgekommen~
~Vielleicht hat sie Lily nicht erreicht?~

~Glaube ich nicht. Unseren Brief hatte sie auch nicht mehr am Bein~
~Seltsam~
~Wem sagst du das?~
Ich seufzte und legte meine Feder beiseite.
„Holly, ich glaube ich gehe ins Bett.“ Ich packte meine Feder und das Pergament wieder ein und stand auf.
„Gute Idee. Ich gehe auch“ Sie gähnte und packte ebenfalls ihre Sachen zusammen. Gemeinsam verließen wir die Bibliothek und trennten uns schließlich an einem Gang, bei dem ich nach rechts abbiegen musste, und sie links.
„Schlaf schön.“ Holly grinste und winkte mir zu, ich winkte zurück und ging in Richtung des Gemeinschaftsraums.
~Ach ja, ich komme demnächst wieder zurück in den Wald~
Ich horchte auf und blieb vor der Fetten Dame stehen, ohne sie zu beachten
~Du kommst zurück?~
~Jop, ich komme zurück. Nach einer Weile wird ständig Ennis auch irgendwie langweilig!~

„Passwort?“ Die Fette Dame hatte sich ein wenig vorgebeugt und sah mich fragend an „Oder hast du vor, den ganzen Abend dort herumzustehen?“
„Äh, ja. Dracornis“
Die Fette Dame schwang beiseite und ich kletterte in den Gemeinschaftsraum und von dort aus direkt hoch in den Schlafsaal, wo ich mich ins Bett legte und nachdenklich nach oben starrte und nachdachte.
Lily war weg. Nick kam wieder. Holly lernte für ihre ZAGs. Und ich war mit den Nerven ziemlich kaputt. Dieses Jahr versprach eindeutig wieder kunterbunt chaotisch zu werden.

21. Ennisnacht
Ein letztes Mal durch Ennis streifen. Das war es, was er sich vorgenommen hatte. Es war dunkel, Moon schlief schon und einzig und allein zu hören waren seine Schritte auf dem Asphalt. Es genoss die kühle Luft, die Stille, den Geruch in der Luft. Der Ort, an dem sie aufgewachsen war, war wunderbar. Dass er hier sein durfte, das war wie in Geschenk. Eines, das er nicht erwartet hatte. Das er nicht verdient hatte. Und obwohl Moon schlief spürte er die Anspannung, die ihren Geist befallen hatte. Wenn er genau darüber nachdachte, war diese Anspannung direkt nach dem Ball gekommen. Er hatte sie nur nicht wahrgenommen., weil sie nicht – oder kaum – durch die Verbindung im Geist miteinander geredet hatten. Sie hatten voreinander gestanden, gelacht, gequatscht. Sie waren zusammen in der Winkelgasse gewesen. Obwohl die Verbindung im Geist noch da gewesen war, hatte er sie kaum bemerkt. Weil sie nicht wichtig gewesen war. Nick schloss einen Moment lang die grauen Augen und dachte an das, was geschehen es. Es beschäftigte ihn noch immer. Die Ballnacht hatte ihre Spuren hinterlassen. Auf ihnen allen vieren. Am meisten auf Moon
„Nick?“ Er schreckte zusammen. In Gedanken versunken hatte er gar nicht bemerkt, dass sich dem Geräusch seiner Schritte weitere Schritte hinzugesellt hatten. Er bliebt stehen und sah hinter sich. Eine Gestalt, die in einen schwarzem Umhang gehüllt war, näherte sich mit schnellen Schritten. Als das Licht der nächsten Straßenlaterne auf ihr Gesicht fiel, erkannte er sie.
„Lily. Was machst du hier?“
„Mich ein wenig umsehen.“ Sie war neben ihm angekommen und musterte ihn mit wachem Blick. „Und du? Ich dachte du bist wieder in Hogwarts?“ Er schüttelte den Kopf
„Noch nicht. Erst morgen wieder.“
„Dann hast du ein wenig Zeit?“ Er nickte. „Gehen wir Spazieren!“ Es war mehr eine Frage, obwohl sie als Feststellung formuliert war. Schweigend gingen die beiden nebeneinander die Straßen entlang.
„Wie geht es Moon?“
„Sie schläft im Moment.“ Lily nickte langsam und sah auf den Weg vor sich.
„Und sonst?“
„Sie macht sich Sorgen. Sie ist nervös, obwohl sie selbst nicht weiß wieso. Sie hat Angst, ohne zu wissen vor was. Und das meiste davon bemerkt sie kaum selbst. Es ist in ihrem Unterbewusstsein!“ Lily hatte die Hände in die Umhangtaschen gesteckt und wanderte langsam weiter.
„Und sie und Holly machen sich Sorgen um dich.“ Nun hob Lily den Kopf und sah ihn von der Seite her fragend an.
„Um mich?“ Er nickte.
„Du bist einfach nicht in der Schule aufgetaucht, ohne ein Wort zu sagen. Und... Weißt du, dass sie dir eine Eule geschickt haben, mit einem Brief?“ Lily nickte langsam
„Ja.... ich habe sie zurückgeschickt.“
„Ohne eine Antwort.“ Kein Vorwurf war in Nicks Stimme herauszuhören. Er hatte es einfach festgestellt.
„Ich weiß.“ Lilys Blick wanderte in den Nachthimmel hinauf.
„Wieso?“ Lily zuckte mit den Schultern und seufzte.
„Ich wusste nicht, wie.“, murmelte sie und schien sich dabei zu schämen. „Ich wusste nicht, wie ich das auf ein Stückchen Papier hätte schreiben sollen. Ich weiß selbst nicht, was mit mir los ist.“
Wieder schwiegen die beiden und wanderten die leeren Straßen entlang.
„Ich brauche ein wenig Auszeit“, murmelte Lily schließlich und sah wieder zu Nick hinüber. „Ein bisschen Zeit für mich alleine...“ Sie blickte wieder in den Nachthimmel „ich will mich ein wenig in der Welt umsehen, lernen mit mir selbst zurecht zu kommen.“
„Mit dir selbst?“
„Ich bin noch nicht ewig Werwolf. Und in letzter Zeit... ich weiß nicht. Ich fühle mich komisch.“
„Und davon kannst du Holly und Moon nichts sagen?“ Sie schüttelte den Kopf
„Ich wüsste nicht, wie“
„So, wie du es mir gesagt hast“ Lily warf einen Blick zu ihm hinüber und schüttelte den Kopf.
„Das kann ich nicht“ Nick sah hoch in den Nachthimmel und betrachtete die Sterne
„Kannst du nicht? Wieso nicht? Mir konntest du es auch erzählen!“
„Du bist nicht so wie sie!“ Nick lächelte und sah weiter in den Sternenhimmel.
„Ich bin anders...“ Lily seufzte und schüttelte den Kopf
„Jeder ist anders Nick“ Sie sah ihn von der Seite an „Du, und ich, und Holly, und Moon, und Luna, und der ganze Rest aus Hogwarts, und die ganze Welt. Jeder... „ Sie schüttelte den Kopf „Egal, reden wir über etwas anderes...“ Wieder breitete sich Stille über den beiden aus.
„Worüber?“, frage Nick schließlich und trat gegen ein Steinchen.
„Ich weiß zum Beispiel immer noch nicht, was ich von dir halten soll“ Nick sah fragend zu Lily hinüber, die mit den Schultern zuckte. „Nun ja, du hast Moon den Imperius aufgehalst. Du hast Moon dazu gezwungen, mir und Holly den Cruciatus aufzuhalsen. Du warst, gelinde gesagt ein richtiges Arschloch“
Nick zuckte leicht zusammen bei dem Vorwurf.
„Du hast recht.“, murmelte er und sah wieder auf die Straße zu seinen Füßen. „Ich war ein Arschloch.“ Er sah zu ihr hinüber „Deswegen verstehe ich nicht, warum du hier mit mir Spazieren gehst“
„Du hast Moon geholfen, du bist ein Freund von ihr“ Fragend war erneut der Blick, der auf Lily lag „Na ja, in der Ballnacht....sie war total verstört, panisch... Ich glaube wenn du nicht da gewesen wärst...“, sie schloss die Augen, „Ich weiß nicht, was dann passiert wäre.“ Nick zuckte mit den Schultern. Er wusste es auch nicht. Obwohl er es sich denken konnte.
„Und sie verlässt sich auf dich. Ziemlich komisch im Grunde. Aber was soll man machen?“ Sie zuckte auf ihre eigene Frage mit den Schultern und betrachtete Nick „Was mich zu der Frage führt, was ich von dir halten soll.“ Nick schwieg.
Es war ihre eigene Sache, sich auszumalen, was genau sie nun von ihm halten sollte. ER würde ihr nicht reinreden.
„Vielleicht...nein“ Lily betrachtete ihn immer noch nachdenklich von der Seite her und schien eher mit sich selbst zu reden, als mit ihm. „Ein...ein guter Bekannter bis halbwegs Freund“ murmelte sie schließlich und nickte. „ja...ich denke, so wird es gehen.“
„Bekannter bis Freund“ wiederholte Nick, schien das Wort auf der eigenen Zunge auszuprobieren. Hörte sich eigentlich nicht schlecht an. „Okay.“


Achja, schaut doch noch mal im ersten Beitrag nach. Mir is gar nich aufgefallen, dass ich das "Buchcover" da gar nich hochgeladen hatte ;)
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Re: Wolf's Tears

Beitrag von Nemac » So 13. Dez 2009, 14:19

uijuiju, die Wauwau :)
:thumbup:

Grad mal wieder komplett gelesen und immer noch super :)

fein Krümlschn :o
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Re: Wolf's Tears

Beitrag von Moon » Mi 21. Jul 2010, 14:04

Ja, ich hab sonst nichts zu tun *schultern zuck* Ihr solltet mich dran erinnern ihr *murr*

22. Wovon die Wölfe träumen...
Es hatte die ganze letzte Nacht über geregnet und auch jetzt hatte es immer noch nicht aufgehört. Nachdenklich blickte sie aus dem Fenster des Schlafsaals. Der Winter rückte immer näher. Ich zwirbelte eine Haarsträhne um den Zeigefinger der rechten Hand und beobachtete nachdenklich die Baumwipfel des verbotenen Waldes. Nick war jetzt irgendwo dort draußen, das wusste ich. Es war fast so, als würde ich die Wassertropfen auf der eigenen Haut spüren, als stände ich nun dort draußen, in der Kälte und säße nicht hier im warmen Schlafsaal. Es war spät, die anderen Mädchen schliefen schon. Nichts hörte man von ihnen, nur das gleichmäßige Atmen. Nur Laura war noch wach gewesen, als ich aus meinem Bett geschlüpft war und mich ans Fenster gesetzt hatte.
„Was machst du noch?“, hatte sie gefragt
„Ich kann nicht schlafen. Lass dich nicht stören“ Daraufhin hatte sie nur etwas unverständliches gemurmelt und war wohl eingeschlafen.
~Ist dir nicht kalt?~
~Nicht sonderlich. Letzter Winter war schlimmer. Ich konnte mich ja nirgendwo unterstellen oder so~ Er hatte es geschafft, eine kleine, unwichtige Anstellung in der Kneipe „Eberkopf“ im Dorf zu finden. Diese Stelle hatte ihn einen Schlafplatz verschafft, und Abwechslung.
~Und nass?~
~Liebste Minda, ich bin im Wald! Da kommt nicht sonderlich viel Wass...AU!~

Inzwischen hatten wir beide gelernt, mit der Gedankenverbindung umzugehen, die uns verband. Naja, und diese Verbindung konnte man auch auf andre Weise benutzen, als nur zum sprechen.
~Das war nicht fair~, maulte Nick
~Dann nenn mich doch bitte einfach nicht Minda. Punkt. Problem gelöst~ Ich grinste und starrte in den Regen hinaus.
~Eine Überlegung wäre es wert, obwohl ich nicht glaube, dass ich sie einhalten würde, selbst...was ist los?~

Ein kurzer, stechender Schmerz war durch meinen Körper gehuscht, schnell, unscheinbar, und doch bohrend.
~Ich weiß nicht~ zweifelnd sah ich auf meine Hände hinab. ~Ich weiß es nicht~ Aber irgendetwas geschah in mir.
Mein ganzer Körper fing an zu zittern.
~Moon?~ Nicks Stimme klang besorgt, allarmiert. ~Was ist da los?~. Ich starrte auf meine Hände hinab. Irgendetwas... Fell wuchs auf ihnen. Erschrocken sprang ich auf die Beine, starrte darauf hinunter. Fell...die Finger verformten sich langsam...
Normalerweise verlangte es von mir keine Konzentration, mich zu verwandeln, aber diesmal war es anders. Ich schien mich...unbewusst zu verwandeln. Ich stolperte noch einige weitere Schritte zurück und gebrauchte meine ganze Konzentration dazu die Veränderung an meinen Händen Einhalt zu gebieten und noch ein wenig mehr, um sie wieder rückgängig zu machen. Es schien Stunden zu dauern. Leicht keuchend Blickte ich auf meine Hände. Sie waren wieder normal.
~Moon?~
~Ich...~ Langsam wanderte mein Blick von meinen Fingern weg, zurück zu dem Fenster, an dem ich bis eben gesessen hatte ~Ich weiß nicht, was das war. Es war, als würde mein Körper...als würde ich mich selbst verwandeln wollen... ~
~Alles andere als Gut...~

~Nick?~
~Ja~

Ich sah mich in dem Saal um. Es war ein Gefühl in meiner Brust emporegekrochen, das mir seltsam bekannt vorkam.
~Ich habe Angst!~ Stille.. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Kein Wunder. Ich wusste es auch nicht. Ich hätte es auch nicht gewusst....

Wut!
Hass!
Angst?
Sie wollte nicht eingesperrt sein. Sie wollte frei sein! Sie wollte zurück zu ihrer Familie! Aber wie sollte sie dort hinkommen? Etwas hielt sie Fest.
In der Dunkelheit
In der Stille.
Sie wollte zurück ans Licht, egal wo das war. Sie hatte es schon gesehen. Es war nicht lange her, dessen war sie sich sicher. Sie hatte das Licht gesehen. Sie war frei gewesen. Und dann hatte man sie wieder zurückgesperrt. Man hatte sie zurückgeholt. Hierher. Sie wollte nicht. Sie stemmte sich gegen die Fesseln. Es war zu viel für sie.


Was zum Teufel war schon wieder mit Moon los? Die Verbindung... Irgendwas war falsch. Er spürte die Angst in ihr hoch kriechen... Er spürte ihre Panik, klarer als sonst davor. Er wusste nicht, was er machen sollte. Verdammt....

„Moon, was zum Teufel machst du denn...?“ Sie drehte sich um und knurrte. Sie war am Licht...aber es stank hier abscheulich. Nach Mensch. Und da war auch einer von denen. Es starrte sie an. Das gefiel ihr nicht. Sie knurrte noch ein wenig lauter. Sie wollte weg hier. Weg. Weit weg. Weg von diesem Gestank. Das Menschlein schien zu viel Angst vor ihr zu haben, als dass sie irgendetwas sagen könnte.
Sie wandte sich ab, suchte nach einem Ausgang und rannte einfach drauf los.

Nick schloss die Augen. Wo zum Teufel war sie hin? Nun spürte er gar nichts mehr. Nichts von ihr.
„Ist etwas mit Ihrer Freundin?“ Nick sah zu dem Zentauren hoch, mit dem er sich nebenbei unterhalten hatte. Mit einigen von denen konnte man sogar teilweise sogar normale Gespräche
„Ich glaube schon...ich weiß nicht so genau“ Er schüttelte den Kopf „Nichts...verdammt“ Das erinnerte ihn an die Ballnacht. Viel zu stark! Was war los? Verdammt noch mal! Er schlug mit einer Faust auf den Baumstamm, auf dem er saß.
„Was?“ Hilflos zuckte er mit den Schultern.
„Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht, und das macht mich ganz krank“ Er schloss die Augen und sog tief die frische Nachtluft ein. Es war wirklich zum verzweifeln.
„Wir könnten sie suchen gehen“ schlug der Zentaur vor
„Ich weiß doch nicht mal, ob sie im Wald ist“
„Wohin ist sie das letzte mal verschwunden?“ Nick sah ihn fragend an
„In einen Wald?“ Der Zentaur nickte
„In einen Wald. Ich schätze also, was auch immer im Moment mit ihr los ist, ist, dass sie wieder in einen Wald verschwindet. Und der Näheste Wald an der Schule ist...?“
„Der Verbotene Wald!“ Erneut nickte der Zentaur, als hätte Nick soeben eine schwierige Matheaufgabe gelöst. „Dann denkst du, sie ist hier irgendwo?“
„Ich denke so...ja“ Nick sah sich um „Selbst wenn es so wäre. Der Verbotene Wald ist Riesig. Die Möglichkeiten sich hier zu verstecken sind schier unbegrenzt. Wie wollen wir sie da finden?“
Reflexartig zog er seinen Zauberstab, als es hinter ihm im Gebüsch raschelte.
„Nervös Nick?“ Der Junge warf einen kurzen Blick zu dem Zentauren hinüber
„Ein klein wenig.“ Der Junge sprang von dem Baumstamm hinunter, auf dem er gesessen hatte „Lumos“ Das Licht an der Spitze seines Zauberstabes flammte auf. Er leuchtete in das Gebüsch, aus dem das Geräusch gekommen war. Erneut raschelte es dahinter. Einen Moment zögerte der Junge noch, dann ging er auf das Gebüsch zu und zwängte sich hindurch. Ein Wolf kauerte dahinter.
Klitschnass, zitternd, ängstlich. Er blickte zu dem Jungen hoch, legte die Ohren fest an den Kopf an und knurrte. Nicht allzu oft hatte Nick das Vergnügen gehabt, Moon als Wolf zu sehen, aber er war sich ziemlich sicher, dass sie das hier war. Schließlich gab es nicht viele Grauwölfinnen mit pechschwarzen Ohren.
„Moon?“ flüsterte er. Sie knurrte noch drohender, duckte sich tief an den Boden, starrte ihn an. Was sollte das? Sie musste ihn doch erkennen. Er irrte sich noch nicht etwa? Nein...er war vollkommen sicher. Das hier war Moon.
„Moon ich bin es, siehst du das denn nicht?“ Vorsichtig trat er einen Schritt vor. Jedenfalls hatte er das vor. Es geschah nämlich zweierlei. Die Wölfin, setzte zum Sprung an, gemäß nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“, Nick wurde an der Schulter gepackt und weggezogen, wobei ihm sein Zauberstab aus der Hand fiel.
„Was zum Teufel soll das? Bane?“ Der Zentaur zog ihn hinter sich her, weg von der aggressiven Wölfin
„Selbst wenn das Ihre Freundin gewesen wäre“, meinte der Zentaur, „hätte sie dich gerade ziemlich verletzten können.“
„Aber...aber...“ Nick war völlig durch den Wind. Er hatte keine Ahnung, was da eben passiert war.
„Ich bringe Sie zum Waldrand. Von dort aus können Sie dann alleine zu Ihrer Behausung gehen?“ Der Blick, den der Zentaur ihm zuwarf ließ keinen Widerspruch zu. Der Junge seufzte und nickte.
„In Ordnung.“
„Gut“ Bane hörte auf ihn über den Waldboden zu ziehen, sodass Nick auf seinen eigenen Füßen zum Waldrand gehen konnte. Die beiden redeten nicht viel. Bane merkte, dass Nick in Gedanken versunken war und ließ ihn in ruhe.
„Wenn du Hilfe brauchst“, meinte der Zentaur, als sie den Waldrand erreichten „Weißt du ja, an wen du dich wenden kannst?“ Nick sah ihn eine Weile lang leicht verwirrt an und nickte dann. „Gut“ Der Pferdemensch winkte ihm zu, während er wieder in der Dunkelheit des Waldes verschwand und Nick sich durch den Regen auf den Weg ins Dorf machte.

23. ...werd ich heut Nacht erfahrn!

~Nick?~
~Hm?~
~Wo bin ich?~ Mit einem Schlag war der Junge hellwach und fand sich aufrecht in seinem Bett sitzend wieder. Wie spät mochte es sein? Der Helligkeit draußen nach zu urteilen war es gerade mal am dämmern. Lange konnte er noch nicht geschlafen haben. Doch der schlief nie lange. Er brauchte das gar nicht. Früher war er manchmal nächtelang wach geblieben. Einfach so im Verbotenem Wald zu schlafen, das war nicht besonders...nun...ungefährlich.
~Nick? Bist du noch da?~ Der Junge schwang die Beine aus dem Bett und stand auf.
~Klar bin ich noch da! Denkst du ich lasse dich alleine?~

~Wo bin ich?~
~Wie sieht es bei dir aus?~
~Überall Bäume...~ Wie beherrscht sie doch klang. Nicht so panisch, nicht so ängstlich wie in der Ballnacht. Völlig sachlich hatte sie die Frage gestellt, beinahe tonlos geantwortet.
~Dann bist du im Wald.~
~Wie komme ich hier raus?~ Nick zog seinen Umhang von einer Stuhllehne und zog ihn sich über die Schultern.
~Ich hole dich und bringe dich ins Schloss.~ Schweigen. Nick schlüpfte in seine Schuhe und schlich leise aus seinem Zimmer heraus. Mr. Dumbledore, sein Arbeitgeber, war es inzwischen von ihm gewohnt, dass er bis spät in der Nacht verschwunden war oder frühmorgens verschwand. Fragen gab es keine. Nicht so lange Nick vernünftig arbeitete und mithalf – was er tat. Nicht solange er nicht tagsüber, während der Arbeitszeit verschwand. Und das war bisher noch nie geschehen.
~Ich bleibe einfach hier und warte?~ Wieder war die Frage völlig sachlich gestellt. Nick schlüpfte aus dem Gasthaus und wanderte durch das noch schlafende Dorf in Richtung des Verbotenen Waldes. Er zermaterte sich den Kopf darüber, was genau geschehen sein könnte. Warum war sie so ruhig? Er hatte keine Angst in ihrer Stimme gehört, keine gespürt. Warum machte ihn genau das nervös? Vielleicht, weil er selbst panisch wäre, wenn er irgendwo aufwachte und nicht wusste, was geschehen war. Er strich über seine Wange. Die Wunde, die er dort gehabt hatte war inzwischen weitestgehend verheilt. Nur eine Narbe war zurückgeblieben. Eine große, hässliche Narbe, die quer über sein Gesicht verlief. Ein Andenken an frühere Zeiten, mehr war sie nicht. Ein Andenken an die Vergangenheit, die nun hinter ihm lag.
~Nick?~
~Ja?~

~Wirst du mich finden?~ Der Junge grinste ein klein wenig.
~Ich werde dich finden Moon. Ich finde dich doch immer. Das weißt du doch, nicht wahr?~ Wieder war es still.
~Stimmt~
~Eben.~ Trotzdem – der Wald war groß. Viel zu groß, um Moon alleine zu suchen. Er betrachtete die Hufabdrücke im regennassen Boden. Langsam kroch die Sonne über den Himmel. Nicks Blick wanderte in den Wald hinein. Hilfe... Er grinste. Was wäre er nur für ein armer Fisch, wenn er nicht wüsste, wo er Hilfe herbekommen würde.
„Bane?“ Einsam und verlassen klang seine Stimme hier im Wald. Klein, minderwertig. Und dennoch hallte sie durch einen Teil des Waldes. Er folgte ihr, duckte sich unter einigen Ästen durch. Keine Antwort kam. Wahrscheinlich schlief der Zentaur noch. Nick verstand ihn. Er selbst war ja auch nur wegen Moon wach. Nur? Nein, Moon war kein „nur“, Moon hatte ein Problem und er hatte sich vorgenommen ihr zu helfen. Wie? Das würde sich bestimmt ergeben. Im Moment nur dadurch, dass er da war, und ihr half.
~Es ist so ruhig hier~
~Magst du das nicht?~

~Nein!~
~Dann tu doch etwas dagegen!~

~Und was?~
~Was machst du denn gern?~

~Ich... ~ Sie schien nachzudenken ~Ich singe gerne.~ Nick lachte leise auf und stieg über eine Wurzel.
~Dann sing doch etwas!~
~Okay~ Nick glaubte eine Melodie in seinem Kopf zu hören. Er lächelte. Manchmal war Moon wirklich seltsam. In der Umhangtasche tastete er nach einem Zauberstab. Er war nicht da! Nick runzelte die Stirn. Er hatte doch gestern noch seinen Zauberstab in der Hand gehabt. Dessen war er sich sicher.
„Sie haben mich gerufen?“ Völlig in Gedanken versunken hatte Nick das vom Waldboden gedämpfte Getrappel von Banes Hufen nicht gehört.
„Moon ist wieder aufgetaucht.“
„Die Wölfin?“
„Sie ist eine Hexe. Und ein Animagus!“ Ein gewisser Hauch von schärfe lag in Nicks Stimme, ohne dass er wusste woher die gekommen war. „Sie war nur verwandelt!“ Bane hob die Augenbrauen, sagte aber nichts weiter dazu.
„Dann vermute ich sie ist als .... Mensch wieder aufgetaucht?“ Der Junge nickte.
„Genau. Hier im Wald irgendwo. Ich wollte dich fragen, ob du mir dabei hilfst, sie zu suchen.“ Lange standen sie beide da und blickten sich an. Nick begann sich zu fragen, ob Bane etwas wusste, dass er nicht wusste.
„Ich denke, wir gehen zuerst einmal Ihren Zauberstab holen?“
„Du weißt, wo ich ihn verloren habe?“ Der Zentaur deutete ein Nicken an.
„Er ist Ihnen aus der Hand gefallen, als die Wöl...Ihre Freundin Sie beinahe angegriffen hätte“ Jetzt erinnerte sich Nick. Er ging neben dem Zentaur her, der genau wusste, wo sie hinmussten.
„Wenn wir den Stab gefunden haben... wie suchen wir sie dann?“
„Pfotenabdrücke..... wir werden ihnen folgen“

„Born from silence“ Mein Kopf lehne an einem Baumstamm. Meine Stimme war das einzige Geräusch in der Stille „Silence full of it“ Hell und klar drang sie durch die Bäume. Warum ich keine Panik hatte? Weil ich keine Kraft dazu hatte. Ich hatte kaum Kraft genug zu singen. „A perfect concert my best friend” Es war feucht hier im Wald. Aber kalt war es nicht. Vielleicht solle es kalt sein. Schließlich hatte es in der Nacht geregnet. Schließlich war ich selbst nass. Der Boden auf dem ich saß war feucht. Und hin und wieder fielen die Tropfen auf mich hinab. „So much to live for, so much to die for ” Aber schwach war ich. Müde. Am liebsten würde ich schlafen. Aber ich war doch eben erst aufgewacht. Mitten im Wald. Zu schwach, um Angst vor irgendwas haben zu können. Es hatte eine Weile gedauert bis ich mich daran erinnert hatte, dass da ja noch Nick war. Dass Nick mir helfen konnte „If only my heart had a home“ Ich hatte geträumt. Ich hatte geträumt ihn zu sehen. Ihn vor mir zu haben, ihn zu riechen. Wie roch Nick? Ein bisschen nach allem möglichen...aber es war eine angenehme Mischung gewesen. Außer der Angst. Ich hatte Angst gerochen. Ich hatte den Ausdruck auf seinem Gesicht gesehen „Sing what you can’t say“ Ich verstand nicht. Ich verstand mich selbst nicht. Aber was verstand ich schon? „Forget what you can’t play”

Nebeneinander folgten Nick und Bane den Spuren der Wolfspfoten durch den Wald. Beide schwiegen, beide hingen ihren Gedanken nach. Nick lauschte der Musik in seinem Kopf. Leise war sie, ruhig, entspannend. Den Blick hatte er auf den Weg gerichtet, auf die Abdrücke im Boden.
„Haben Sie eine Ahnung. Was passiert sein könnte?“, fragend sah Bane zu Nick hinüber. Dieser schüttelte den Kopf.
„Nicht die geringste Ahnung.“, antwortete er. Bane nickte langsam und blickte weiterhin auf den Weg vor sich. Eine leise Stimme drang durch den Wald. Nick schreckte auf. Diese Stimme kannte er nur zu gut.
„Moon!“ Bane blieb zurück, während Nick auf die Freundin zueilte. Sie sah schrecklich aus. Konnte man käseweiß und zugleich rot im Gesicht sein? Wenn das möglich war, dann hatte Moon das geschafft.
Vorsichtig ging der Junge neben ihr in die Knie. Sie öffnete die olivgrünen Augen und starrte zu ihm hoch.
„Morgen Nick“
„Ich habe doch gesagt, dass ich dich finde!“ Ein schwachen Grinsen huschte über Moons blasses Gesicht.
„Ich habe nicht daran gezweifelt“ Nick stellte sich wieder aufrecht und hielt ihr beide Hände hin, um ihr auf die Beine zu helfen.
„Komm! Ich bringe sich zurück ins Schloss!“ Sie griff nach den Händen und ließ sich von ihm auf die Beine ziehen „He, Vorsicht!“ Kaum als das Moon auf den Beinen gestanden hatte, war sie nach vorne gekippt und wäre wieder zu Boden gefallen, wenn nicht sie nicht gehalten hätte.
„Mensch Moon, du glühst ja!“ Er strich über die Stirn des Mädchens und sah sie besorgt an.

Wunderte ihn das etwa? War ich denn nicht die ganze Nacht draußen gewesen?
Er roch gut. Und aufgeregt. Ich schielte ihn von der Seite an, während ich schnüffelte. Da war noch irgendwer. Ganz in der Nähe. Ein...Mensch und gleichzeitig doch keiner. Außerordentlich seltsam, der Geruch. Ich beschloss, Nick danach zu fragen.
„Wer ist noch hier?“
„Bane. Er ist ein Zentaur und hat mir geholfen dich zu finden“ Wie besorgt er sich doch anhörte. Wäre ich nicht so komplett kaputt gewesen, dann hätte ich gegrinst. Vielleicht würde ich das noch nachholen, wenn ich wieder ein bisschen ausgeruht war.
„Hör mal Moon, bis zum Schlossgelände ist es weit.“ Er warf einen fragenden Blick hinter mich. „Bane könnte dich tragen, geht das okay?“ Ich zuckte mit den Schultern.
„Kann er das?“ Nick kicherte leise
„Er ist ein Zentaur, eigentlich sollte er das können“
Was danach geschah, ich erinnerte mich nicht so genau daran. Nick hatte mich auf den Rücken des Pferdemenschen gehoben und sich hinter mich gesetzt, um mich festzuhalten. Der Zentaur ging langsam um vorsichtig durch den Wald, damit wir beide nicht hinunterrutschten. Ich döste vor mich hin, hörte die Stimmen der beiden anderen, verstand aber nicht die Worte. Die Gerüche um mich herum verwirrten mich zu sehr.

„Weiter gehe ich nicht“ Nick rutschte vom Rücken des Zentauren und zog Moon vorsichtig hinunter. Er schielte zur Schule hinüber, von der ihn nur einige Bäume und das Gelände trennten. Am liebsten würde er auch hier zurückbleiben. Er warf einen Seitenblick auf Moon. Nein.
So, wie sie im Moment drauf war würde sie es nicht einmal aus dem Wald heraus schaffen, geschweige denn ins Schloss. Er würde wohl helfen müssen. Auch wenn er genau davor Angst hatte. Er gehörte nicht in diese Schule, er hatte nie dort hinein gehört. Vorsichtig legte er Moons Arm um seine Schulter und seinen eigenen um ihre Taille, um sie zu stützen.
„Danke, Bane“ Der Zentaur nickte und verschwand wieder in den Wald hinein, während Nick sich wappnete und Moon auf den Weg ins Schloss stützte.

Konnte es sein, dass sie beide gerade zur ersten Stunde in das Schloss kamen? Überall waren Schüler, und sie starrten den Jungen und Moon an. Wo sollten sie jetzt hin? Moon war krank, aber wie kamen sie beide in den Krankenflügel? Nick kannte sich doch hier nicht im geringsten aus, und von Moon war bei aller Freundschaft keine große Hilfe zu erwarten.
„Nick? Moon?“ Nick drehte sich zu der Stimme um. Holly stand da, in Schuluniform und sah die beiden völlig erstaunt an. „Was macht ihr denn hier?“ Nick deutete mit dem Kopf zu Moon hinüber
„Sie ist heute Nacht im Wald aufgetaucht, na ja, und jetzt muss sie in den Krankenflügel. Kannst du mir sagen, wie ich dahin komme?“ Holly nickte und beschrieb ihm den Weg hoch in den Krankenflügel
„Am liebsten würde ich sie dir ja abnehmen, aber ich muss in den Unterricht“ Sie schielte auf ihre Uhr „ich komme dann nachher, okay?“ Der Junge nickte und begann den Weg die Treppe nach oben zum Krankenflügel.


Edit:
Wo ich schon dabei bin. Athanasie - Immortal Lest. Schreibt kommentare. Tretet mir in den Arsch himmelherrgottnocheinmal ò.ó
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