Tanzende Schmetterlnge

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Silbermondie
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Tanzende Schmetterlnge

Beitrag von Silbermondie » Mi 16. Jun 2010, 23:14

Ja ja ein neuer Naruto-Oneshot von mir >.> diesmal geht es um Kakuzu und Hidan...

Tanzende Schmetterlinge

Manchmal wünsche ich mir einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen. Einerseits hänge ich an meinem Leben, verlängere es immer wieder, doch andererseits würde ich es am liebsten beenden. Dein Verhalten mir gegenüber macht mir immer wieder klar, dass ich keine Chance darauf habe mit dir glücklich zu werden. Jede deiner Beleidigungen tut mir in meinem Herzen weh. Warum, Hidan, warum nur?
 
"He, Bastard!", wiedereinmal rutscht mir die Beleidigung heraus ohne, dass ich es verhindern kann. Warum eigentlich? Am liebsten würde ich dich mit den schönsten Kosenamen benennen die mir einfallen. Aber ich habe Angst, Angst davor, dass du mich zurückweist und ich alleine dastehe, dass mir nur noch mein Gott bleibt. Ich würde dich so gerne in den Arm nehmen und für immer festhalten, Kakuzu.

 
Da ist wieder eine deiner Beleidigungen, ein erneuter Stich in meinem Herzen. Doch ich drehe mich trotzdem um und frage kalt: "Was ist, Hidan?" Diese Kälte ist meine Reaktion auf dich, meine Reaktion darauf, dass ich es nie schaffen werde dein Herz zu erobern. Wer will schon einen alten Mann wie mich? Du siehst mich überrascht an, als hättest du nicht erwartet, dass ich darauf reagiere, doch du hast deine Gesichtszüge schnell wieder im Griff. "Wie weit ist es noch?", willst du wissen und meine Antwort fällt wie üblich knapp aus: "Weit genug." Ich drehe mich schnell wieder um, damit ich dein Gesicht nicht länger sehen muss, auch wenn ich weiß, dass es nichts bringen wird. Ich habe dein Gesicht immer vor Augen, Tag und Nacht.
 
Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass du reagierst, doch es hat mich gefreut, es freut mich immer deine Stimme zu hören. Obwohl mir deine Kälte und Distanziertheit wehtut. Eine dümmere Frage ist mir wohl nicht eingefallen. Aber im Grunde ist es auch egal, sie bestätigt nur dein Bild von mir. Schweigend folge ich dir auf dem Weg zu unserem Ziel. Was uns wohl diesmal erwarten wird? Wie ich dich kenne wirst du wieder einmal die billigste Unterkunft wählen die du finden kannst, egal wie dreckig sie ist. Ich finde es nicht immer angenehm, doch so bist du eben. Ein geiziger alter Mann.

 
Ich hatte gehofft, dass meine Antwort ungenau genug ist, damit du nachfragst, doch scheinbar genügt sie dir. Um ehrlich zu sein ist es nicht mehr weit und im Gegensatz zu unseren sonstigen Quartieren wird dir dieses gefallen. Ich weiß, dass du meine Wahl fast nie gutheißt, doch diesen Charakterzug kann ich nicht ändern. Trotzdem sträube ich mich heute dagegen, denn ausnahmsweise habe ich mich nicht für die billigste Herberge entscheiden. Ich will dir etwas Gutes tun. Ich will dir zeigen, dass ich auch anders sein kann.

Als wir vor dem Haus stehen in dem wir heute übernachten werden ziehe ich überrascht eine Augenbraue hoch. "Sicher, dass du dich nicht in der Straße geirrt hast?", frage ich und ernte nur einen kalten Blick von dir, bevor du das Gebäude betrittst. Es ist sauber, sehr sauber, im Gegensatz zu den Verhältnissen in unseren sonstigen Unterkünften und ich bin mir sicher, dass sie mehr kostet als sonst.

Mir war klar, dass du überrascht sein würdest und ich werde dir nichts vormachen können, wenn es um den Preis für diese Übernachtung geht. Aber das will ich gar nicht. Ich nehme dieses Mal sogar zwei Zimmer. Als du das hörst siehst du mich verwirrt an. "Sag mal, alter Mann, bist du krank oder so?", willst du von mir wissen. Ja, es mag so aussehen für dich, doch ich bin gesund, jedenfalls im medizinischen Sinn. Kann man liebeskrank sein?

Meine Frage war ernst gemeint, ich bin mir wirklich nicht sicher ob nicht doch etwas mit dir los ist. Auch das hingegrummelte "Wie kommst du denn dadrauf?”, das du mir als Antwort gibst kann mich nicht beruhigen, doch ich folge dir stumm auf dem Weg zu unseren Zimmer. sie liegen gegenüber und du verschwindest schneller hinter deiner Tür als ich reagieren kann. Bevor ich mein eigenes Zimmer betrete stutze ich und registriere etwas ungewöhnliches. Warum hast du nicht abgeschlossen?

Irgendwie bin ich aufgewühlt, nicht einmal die Tür habe ich abgeschlossen. Aber es jetzt noch zu tun hieße mir selbst einen Fehler einzugestehen und das will ich nicht. Warum eigentlich? Seufzend setze ich mich auf die Kante des Bettes und starre auf den Boden. Ich frage mich was mit mir los ist. Gibt es irgendetwas das dagegen hilft? Gibt es irgendeine Medizin dagegen? Ich weiß nicht wie lange ich schon so dort saß als die Tür auffliegt.

Verwirrt lehne ich mich gegen die Innenseite meiner geschlossenen Tür. Was ist bloß los mit dir? In Gedanken gehe ich die Ereignisse der letzten Tage durch. Mir fallen Dinge auf, die ich vorher nicht bemerkt habe. Gesichtsausdrücke, die Art wie du gewisse Dinge betont hast. Das alles in Verbindung mit dem heutigen Tag ergibt ein völlig neues Bild. Mein Blick schweift durch den Raum und fällt auf das Fenster. Draußen fliegen zwei Schmetterlinge vorbei. Ohne lange nachzudenken trete ich wieder auf den Flur hinaus und blicke deine Tür an. Ich hoffe ich schaffe es dich zu überraschen.

Bevor ich weiß wie mir geschieht liege ich auf dem Rücken und blicke in deine faszinierenden violetten Augen. "Was soll das werden, Hidan?", knurre ich und versuche meine Hände freizubekommen. Du siehst mich ernst an und hältst sie weiter über meinem Kopf fest. "So, du bist also nicht krank.", sagst du nach einer Weile, "Dann erklär mir bitte mal die ein oder andere Sache: Seit wann schließt du deine Zimmertür nicht mehr ab? Und seit wann gibst du so viel Geld für eine Übernachtung aus und nimmst dann auch noch getrennte Zimmer für uns?""Gewohnheiten ändern sich." Du siehst mich aus schmalen Augen an. "Wem willst du das erzählen, Kakuzu? Ich kenne dich langer genug um zu wissen, dass es nichts gibt, das dir wichtiger ist als Geld. Es fällt mir nicht zum ersten Mal auf. Irgendwas ist seit kurzem mit dir los und ich glaube ich weiß auch was es ist." Du kommst mir näher und ich versuche weiter mich zu wehren.


Warum wehrst du dich? Wir wissen beide, dass du es willst. Wir wissen beide, dass in diesem Moment ein Traum für dich in Erfüllung geht. Und auch für mich. Liebe ist ein wunderschönes Gefühl, wenn sie denn erwidert wird. dieser Moment sollte einer der schönsten deines Lebens sein. Und es ist mit Sicherheit der schönste meines Lebens. Also warum wehrst du dich?


Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Ich fühle mich hilflos, ein Gefühl, das ich noch nie mochte. Kurz bevor unsere Lippen aufeinander treffen schließt du die Augen. Dich zu küssen fühlt sich anders an als ich erwartet habe. ich dachte es fühlt sich, nun ja, rauer an. Ich dachte, dass ich reines Verlangen in deinem Kuss spüre, doch du bist so fürchterlich sanft. Als hättest du Angst mir wehzutun.

Dieser erste Kuss ist ein Austesten, trotz allem bin ich mir nicht sicher wie du tatsächlich fühlst. Falls ich mich irre, will ich es nicht zu weit treiben. ich bin vielleicht unsterblich, doch was würde ich tun, wenn ich mich irre und deinen Zorn auf mich ziehe? Was wäre das dann noch für eine Zusammenarbeit? Oder würdest du trotzdem einen Weg finden mich umzubringen? Du hörst auf dich zu wehren und als ich von dir ablasse um Luft zu holen lasse ich endlich auch deine Hände los.

"Hidan.", rau flüstere ich deinen Namen als du den Kuss beendest. Dass du meine Hände losgelassen hast merke ich erst als ich meine Arme um dich schlinge und dich zu mir hinunter ziehe. Diesmal küsse ich dich und diesmal ist es so genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Doch etwas ist anders als in meinen Träumen. Widerstandslos lasse ich zu, dass du die Initiative ergreifst und das deine Hände unter mein Oberteil schlüpfen. Es ist mir egal, die Hauptsache ist, dass du jetzt bei mir bist und alle Zweifel endlich ein Ende haben. Wir holen nur kurz Luft wenn es unbedingt notwendig ist und wir verschwenden unseren Atem lieber mit Taten als mit Worten. Irgendwann frage ich mich warum ich eigentlich zwei Zimmer genommen habe...

Kommies? *lieb guckt*
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