Unser Wille, überwacht zu werden

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ThRaWn
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Unser Wille, überwacht zu werden

Beitrag von ThRaWn » Fr 22. Jan 2010, 13:00

Okay, die Überschrift hört sich jetzt etwas seltsam an und ich weiß auch dass viele von euch gegen eine Überwachen sind, aber, mal eine Frage, wer von euch benutzt Twitter, Facebooks, SchülerVZ(Buschfunk), etc.?
Machen wir uns nicht durch Einträge z.B. im Twitter durchschaubar oder überwachbar?
Jeder kann nachlesen,was ihr wann und wo reingeschrieben habt, und es giebt leute, die wirklich erstaunlich viel über ihr leben reinschreiben, außerdem kann jeder kann euer "Follower" werden.
Das Ergebnis is ungefär sowas, wie wenn ihr eifrig Tagebuch führen würdet, und des dann immer, mit allen euren kleinen oder großen missgeschicken, am ende vom tag allen leuten der welt zeigen würdet.
Das gleiche gilt auch für blogs, etc.
Klar, mann kan jetzt sagen ich schreib dann eben nicht alles rein, aber wenn einem mal was rausrutscht, dann muss man wissen, dass die Spuren die man im Internet hinterlässt unauslöschlich sind
Und wenn man dann einen job sucht, und der Firmencheff i-ein bößes kommentar, oder sonst irgendetwas schlechtes findet, glaubt ihr, ihr kriegt dann den job???

Auserdem macht man sich, im gesamten gesagt nur überwachbar
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Aprôxx
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Re: Unser Wille, überwacht zu werden

Beitrag von Aprôxx » Fr 22. Jan 2010, 13:22

Es ist ein Unterschied ob man sich selber "überwachbar" macht.
Denn es wird keiner gezwungen sich i-wo anzumelden oder zu "bloggen" oder zu "twittern"
Es ist aber nen Unterschied wenn der Gesetztgeber entscheidet das die Provider alle IP´s speichern muss wo man rumgesurft ist und das ganze 6 Monate lang.
Natürlich kann man dies genau so wie diese erbärmlichen "Stopschilder" einfach und ganz LEGAL ! umgehen.....

Also wenn man Bloggt,twittert oder whatev0r sollt man schon selber wissen was man preisgibt und was nicht denn das ist jedem das seine.


MFG
Aprôxx
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ColaCheater
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Re: Unser Wille, überwacht zu werden

Beitrag von ColaCheater » Fr 22. Jan 2010, 14:45

Ich sehe auch einen klaren unterschied zwischen dem Gesetzlichen und dem "Freiwilligen" - sprich twitter etc.

Ich muss sagen, dass ich schon recht viel auf meine "Privatsphäre" achte bzw. mir bewusst bin was ich veröffentliche und was nicht.

Ich habe z.B. keine Hemmungen auch mal ein Bild von mir, das ich so nciht veröffentlicht haben will - z.B. in SVZ - bzw. halt nicht mag dass es verfügbar ist, löschen zu lassen.
Normal reicht es die Leute anzuschreiben und sie danach zu bitten (wobei man achten muss wie man das macht. nen' Kommentar "OMG! Lösch das!" hilft meist nix. Das machen genug, auch wenn sie es nicht so meinen. Ne liebe, am besten sachliche, PN ist effektiver). Wenn da aber nicht reagiert wird würd ich auch mal die liebe Melden-Funktion nutzen, schließlich habe ICH ja anspruch auf löschung da ich drauf bin.

Ich weiß auch, dass ich mir einmal damit keine Freunde gemacht habe, indem ich darauf bestanden habe, dass Bilder ausm SVZ kommen, aber das ist mir relativ egal. Die Leute die das dann auf sich beziehen haben halt nen Problem.
(Wo wir gerade bei den Thema sind fällt mir ein, dass ich ja den lieben SVZ Support noch anschreiben wollte, warum es bitteschön möglich ist eine Person, die sich von einem Bild als Verlinkung gelöscht hat erneut darauf zu verlinken. Wenn sie so auf Datenschutz und selbstbestimmung etc. drauf raus sind sollte das nicht möglich sein :thumbdown:)



Ich denke mal sollte sich so Krams grundsätzlich bewusst sein, was man preis gibt und was das für folgen haben kann.
Aber man muss auch nicht überreagieren. Ein wenig darauf achten was alles zu finden ist reicht aus.


Ich schau ab und zu mal nach, was man über mich finden würde und habe das gerade mal spaßeshalber erneut getan.
Wenn man mich mit dem "realen" namen googelt findet man so gut wie nix von mir, in den ersten 5 Seiten habe ich nur nen Gästebucheintrag aus dem Jahre 2004 gefunden...
Mit meinem Nick hat man da schon mehr "erfolg", wobei da auch nichts wirklich brauchbares rauskommt. Man findet nur ein paar Profile auf verschienden Internetseiten, die aber auch nichts aussagen, bis darauf, dass 90% davon Computerforen sind XD


Vor einer Weile habe ich aber mal einer Person extrem geschockt, indem ich innerhalb von wenigen Minuten so ziemlich alles von ihr wusste - ich hätte ihn anrufen oder gleich besuchen können. (Ich kannte und kenn die Person nicht, es war ein User aus einem Forum)
Man muss sich einfach bewusst machen, was alles im Internet findbar ist und dann lernen damit umzugehen ;)
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Re: Unser Wille, überwacht zu werden

Beitrag von eXpLoSiVe » Fr 22. Jan 2010, 14:49

Ich twitter und überlege zu bloggen. Aber ich werde deswegen nicht "überwachbarer" als vorher. Ich gebe so gut wie keine (~0) persönlichen Dinge über mich Preis. Vllt 1x dass ich gerade Schlag den Raab schaue oder sonst was aber sonst nichts.

Außerdem tu ich das nicht unter meinem richtigen Namen ;)

Es ist einfach jeder selbst dafür verantwortlich, was er preis gibt und was nicht.

Ansonsten das gleiche wie Colacheater :O
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Re: Unser Wille, überwacht zu werden

Beitrag von Kiwinator1101 » Fr 22. Jan 2010, 22:25

Meiner Meinung nach besteht da ein klarer Unterschied:
Alles, was ich über oder in solchen Sachen wie SVZ, Twitter, oder in Profildaten veröffentliche sind Daten, die ich freiwillig weitergebe, wie Vorname, Wohnort, E-Mail-Adresse und solche Sachen wie Lieblings-... oder Hobbys. Damit wissen einige zwar schon viel über mich, v.a., wenn sie via Google einfach mal Kiwinator1101 bzw. tw. auch Kiwinator googeln und sich die Infos langsam zusammen suchen, aber viel mehr bringen würde das nicht. Am Ende würde man wahrscheinlich nichtmal ein Foto finden, was aktuell ist (Hab Google-Test gemacht: eins von 2006 oder 2007 wo ich 20 Kilo mehr gewogen hab, sonst nix).
Wenn aber jemand hier i-wo ne Überwachungskamera aufstellt oder meinen PC durchsucht, dann findet er schnell Daten, die ich NICHT unbedingt veröffentlichen möchte (z.B. weitere persönliche Infos wie genaue Adresse, Telefonnummer und Bilder). Das sind persönliche Daten, auf die keiner ein Recht hat. Und wenn wie ehrlich sind: Soweit wie die alle mit Datenschutz sind wären die wahrscheinlich i-wann auch im Internet, und darauf kann ich verzichten.
Platzhalter is' wieder da.
Ragnar
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Re: Unser Wille, überwacht zu werden

Beitrag von Ragnar » Sa 23. Jan 2010, 01:12

Mit "Überwachung" hat das ja nichts zu tun, sondern mit Erhalt und Preisgabe von Informationen und dem lockeren Umgang damit. Und da wird es wohl vor allem schwierig werden, ein Bewusstsein bei der jüngeren Generation zu schaffen - diejenigen, die jetzt so 12, 13 sind, agieren manchmal doch arg "unbefangen" im Netz. Ich hab' mal ein Youtubevideo mit einem Mädel gesehen (es werden einem ja ständig so Schminkvideos, etc. empfohlen) die aufzeigte, was sie in ihrer Schultasche hat. Anhand der Informationen hat sie mir gesagt, in welcher Stadt sie wohnt, auf welche Schule sie geht und sie hat auch noch munter über ihre Lebensverhältnisse geplaudert und ihren vollen Namen "verraten"- weil sie ihre Hefte und Bücher hergezeigt hat.
Die Elternverantwortung ist dadurch wohl ungleich gewachsen; besonders aber auch die Verantwortung sich selbst gegenüber. Jeder könnte ohne große Mühe herausfinden, welche Adresse besagtes Mädel besitzt. Sehr "ungut", nett formuliert.
Aber die Preisgabe privater Daten lässt sich natürlich nicht mit dem Eingriff in die Privatsphäre und der - von einer Regierung ausgehenden - "kriminellen Energie" vergleichen, die man darauf anwendet, an Daten zu kommen, die eben derjenige, der sie besitzt, NICHT veröffentlichen will. Bloß weil es unaufgeklärte Leute gibt, die das Internet unterschätzen, relativiert das nicht den Informationsbeschaffungswahn der Politik der letzten Jahre. Und jener ist auch nicht mit den Ansinnen der Werbebranche zu vergleichen, Dein Kaufverhalten zu studieren. Werbung ist lästig. Aber sie degradiert Dich nicht zum subversiven Staatsfeind und buchtet Dich schlimmstenfalls ein und schafft auch keine Präzedenzfälle für Regierungen, die Vorstöße erwägen, die sich nicht mehr allein auf die so viel durchs Dorf getriebene "Terrorbekämpfung" beziehen, (was ohnehin lachhaft ist).
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Re: Unser Wille, überwacht zu werden

Beitrag von root » Mi 27. Jan 2010, 21:01

Informationsaustausch gehört für mich einfach dazu. Ich teile auch gerne meine Erfahrungen mit anderen und ob ich das anonym mache oder nicht ist meine Angelegenheit. Bloggen, vloggen und twittern gehört eben für mich zum Alltag dazu und da ich hauptsächlich positive Charaktereigenschaften habe, werde ich mir schon keine beruflichen Chancen verbauen. Und seien wir mal ehrlich; wer sich auf Seiten wie svz unter seinem echtem Namen zu sinnlosen Saufgelage ect. bekennt, der kann von mir aus auf dem Arbeitsmarkt schlechte Karten haben. Man sollte einfach mal ein wenig mitdenken, dann ist das Internet doch etwas feines.

Meine Meinung.
RitterderLandstraße
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Re: Unser Wille, überwacht zu werden

Beitrag von RitterderLandstraße » Di 16. Mär 2010, 13:20

Ragnar hat geschrieben:Mit "Überwachung" hat das ja nichts zu tun, sondern mit Erhalt und Preisgabe von Informationen und dem lockeren Umgang damit. Und da wird es wohl vor allem schwierig werden, ein Bewusstsein bei der jüngeren Generation zu schaffen - diejenigen, die jetzt so 12, 13 sind, agieren manchmal doch arg "unbefangen" im Netz. Ich hab' mal ein Youtubevideo mit einem Mädel gesehen (es werden einem ja ständig so Schminkvideos, etc. empfohlen) die aufzeigte, was sie in ihrer Schultasche hat. Anhand der Informationen hat sie mir gesagt, in welcher Stadt sie wohnt, auf welche Schule sie geht und sie hat auch noch munter über ihre Lebensverhältnisse geplaudert und ihren vollen Namen "verraten"- weil sie ihre Hefte und Bücher hergezeigt hat.
Die Elternverantwortung ist dadurch wohl ungleich gewachsen; besonders aber auch die Verantwortung sich selbst gegenüber. Jeder könnte ohne große Mühe herausfinden, welche Adresse besagtes Mädel besitzt. Sehr "ungut", nett formuliert.
Aber die Preisgabe privater Daten lässt sich natürlich nicht mit dem Eingriff in die Privatsphäre und der - von einer Regierung ausgehenden - "kriminellen Energie" vergleichen, die man darauf anwendet, an Daten zu kommen, die eben derjenige, der sie besitzt, NICHT veröffentlichen will. Bloß weil es unaufgeklärte Leute gibt, die das Internet unterschätzen, relativiert das nicht den Informationsbeschaffungswahn der Politik der letzten Jahre. Und jener ist auch nicht mit den Ansinnen der Werbebranche zu vergleichen, Dein Kaufverhalten zu studieren. Werbung ist lästig. Aber sie degradiert Dich nicht zum subversiven Staatsfeind und buchtet Dich schlimmstenfalls ein und schafft auch keine Präzedenzfälle für Regierungen, die Vorstöße erwägen, die sich nicht mehr allein auf die so viel durchs Dorf getriebene "Terrorbekämpfung" beziehen, (was ohnehin lachhaft ist).

Ich kenn dich^^
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